Wie kann die Kinesiologie bei Angst helfen?

Manchmal trügt das Bauchgefühl

Es gibt Situationen im Leben, in denen ich auf mein Bauchgefühl nicht vertrauen kann. Das ist immer dann der Fall, wenn mir Angst den Weg verstellt.
Durch Angst versucht mein Unterbewusstsein mich davor zu bewahren, dass ich mich wirklich oder auch nur vermeintlich in Lebensgefahr bringe. Das ist der einzige Grund für Angst.
Das Unterbewusstsein beurteilt Situationen nach den von ihm auf verschiedensten Ebenen gemachten Lernerfahrungen . Dabei beachtet es nicht den größeren Zusammenhang, passt diese Erfahrungen nicht an neue Gegebenheiten an und verändert sie auch nicht selbstständig, wenn ich erwachsen werde.

Mein Unterbewusstsein passt auf mich auf

Es hat nur in verschiedenen  Situationen bemerkt, dass mein Überleben gefährdet sein könnte und manipuliert mich über Angst. Dadurch versuche ich diese oder ähnliche Situationen zu vermeiden oder greife auf ein bestimmtes Verhalten zurück, bei dem mein Unterbewusstsein mal die Erfahrung gemacht hat, dass es mir in solch einer Situation geholfen hat und ich einigermaßen glimpflich davon gekommen bin.

Das Unterbewusstsein verändert nichts automatisch

Mein Unterbewusstsein macht diesen Job absolut hervorragend und in 98% aller Fälle liegt es mit seiner Einschätzung und seiner Lösungsstrategie goldrichtig. Manchmal verknüpft es aber Erfahrungen mit bereits Gelerntem einfach falsch, manchmal setzt es Faktoren in Bezug, die gar nicht in Bezug stehen oder hält etwas lange für eine wunderbare Lösung, die mich als ohnmächtiges Kind scheinbar vor Schlimmerem bewahrt hat und vor allem: Es korrigiert nichts von alleine, wenn ich älter werde und sich mein Leben und meine eigenen Möglichkeiten erheblich ändern.

Die Ursachen sind der Schlüssel

Dadurch reagieren wir als Erwachsenen immer noch in den Mustern unserer Kindheit. Außerdem ist es durch die manchmal sehr „kreative“ Verknüpfung von Ereignissen schwer die Zusammenhänge und Ursprünge zu finden. Die sind für die Korrektur der Lernerfahrung aber äußerst wichtig und erleichtert sie sehr.

Die Kinesiologie hilft das Verworrene zu ordnen

Hier bietet sich die Kinesiologie als Hilfsmittel an. Mit ihrer Hilfe sind wir in der Lage mit dem Unterbewusstsein zu kommunizieren. Dort liegen alle Lernerfahrungen und dort finden wir auch die Gründe ihrer Entstehung, die Verknüpfungen, die Auswirkungen und auch die Möglichkeit zur Lösung. Meist ergibt sich nämlich durch das Erkennen und Verstehen die Lösung schon von selbst, denn gerade bei übersteigerter Angst oder sogar Panik, liegt oft eine ungünstige Verknüpfung vor oder aber ein Ereignis aus der Baby- oder Kleinkindzeit, an das wir keine konkreten Erinnerungen haben. Auch hier gestattet die Kommunikation mit dem Unterbewusstsein die Gründe für die Angst zu finden und erleichtert damit sie zu korrigieren.

Das mache selbstverständlich nicht ich in Ihrem Unterbewusstsein, sondern Sie selber dadurch, dass Sie Dinge aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten lernen.

In der Einzelsitzung Ursachen finden

Bei der Suche nach Ihren ganz persönlichen Angstauslösern helfe ich Ihnen gerne in einer persönlichen Einzelsitzung, die problemlos auch über Telefon stattfinden kann. So können wir zusammen Ursachen finden, Zusammenhänge erkennen und es kann ein neuer Umgang mit bisher angstbesetzten Situationen entstehen.

Weitere Infos gebe ich Ihnen gerne in einem kostenlosen und unverbindlichen Vorgespräch. Ich freue mich auf Ihren Anruf.

Unterbewusstsein und Zwänge

Ein Ort der Bilder und Gefühle

Lange bevor wir unsere Erinnerungen auch im Bewusstsein speichern können, nimmt unser Unterbewusstsein alle Sinneseindrücke und Erfahrungen auf. Schon im Mutterleib speichert es die Gefühle, die die Mutter dem Embryo entgegenbringt und schon hier zieht es aus diesen seine Schlüsse. So spürt das Kind schon genau, ob es willkommen ist und geliebt wird oder eher unerwünscht und abgelehnt.

Das Unterbewusstsein speichert immer

Auch die Ereignisse der ersten Lebensjahre, in denen ich als Kind der Sprache noch nicht mächtig bin und sie deshalb auch noch nicht zur Speicherung von Informationen nutzen kann, sind alle im Unterbewusstsein abgelegt. Ebenso Phasen in denen mein Bewusstsein beeinträchtigt ist, z.B. durch Narkosen, KO-Tropfen, Rauschzustände oder Ohnmacht, auch traumatische Erlebnisse, die mein Bewusstsein verdrängt hat und Situationen, die einfach so lange her sind, dass ich mich nicht mehr an sie erinnern kann.

Wie speichert es ohne Worte?

Das Unterbewusstsein speichert seine Empfindungen in Gefühlen, Tönen, Gerüchen und vor allem in Bildern. Es verknüpft die Erinnerung an eine bestimmte Situation mit den Gefühlen, die ich in dieser Situation empfunden habe. Daraus zieht es dann Schlüsse und gibt mir entsprechende Handlungsempfehlung für ähnliche Situationen. Komme ich in eine ähnliche Situation oder gibt es auch nur ähnliche Schlüsselreize, kommen die Gefühle der unangenehmen Situation wieder hoch. So erklärt sich, warum ich manchmal nur einen Gegenstand sehe und in mir z.B. ein Gefühl von Ekel, Ablehnung, Freude, Erregung oder auch Angst hochsteigt. Das funktioniert eben auch, wenn ich mich bewusst nicht mehr an die Situation erinnern kann, weil ich zu klein war, mein Bewusstsein beeinträchtigt war oder das Erlebte verdrängt habe.

Das Unterbewusstsein kennt den Weg zur Lösung

Deshalb liegt im Unterbewusstsein auch der Schlüssel zur Lösung von Zwangshandlungen und Zwangsunterlassungen. Es ist relevant die Ursprungssituation zu finden, dem Bewusstsein die Möglichkeit zu geben die Zusammenhänge zu verstehen und neu zu bewerten, damit es die gemachte Lernerfahrung revidieren kann.

Unterstützung durch Einzelsitzungen und Seminare

In meinen Einzelsitzungen unterstütze ich meine Klienten dabei die Ursachen für Zwangshandlungen und Zwangsunterlassungen, aber auch für andere Gefühle und Ungereimtheiten zu finden.

Darüber hinaus sind ab Frühjahr 2019 Seminare auch zu diesem Thema geplant.

 

Burnout

Strampeln bis zum Umfallen

Wie kann es passieren, dass ich arbeite, bis gefühlt nichts mehr von mir übrig ist. Wieso verliere ich jegliches Gefühl für die Grenzen meiner Kraft, meiner Belastbarkeit, meiner Nerven und den Punkt an dem ich „Nein“ sagen müsste? Warum merke ich manchmal jahrelang noch nicht einmal, dass ich viel mehr mache, als gut für mich ist?

Bei jedem ist es etwas anders

Die Ursachen dafür liegen, wie so oft, meist in meiner Kindheit und sind sehr individuell. Sie sind mein ganz persönlicher Mix aus Lernerfahrungen, Bindungsbedingungen und daraus entstandenen Verhaltensmustern und sollten sinnvollerweise auch genauso individuell aufgearbeitet werden.

Mein Unterbewusstsein passt einfach nur auf mich auf

Es ist meine Aufgabe für mich zu sorgen, die Balance aus Anspannung und Entspannung zu halten und darauf zu achten, dass es mir gut geht. Missachte ich diese Aufgabe über Jahre, grätscht mir mein Unterbewusstsein irgendwann dazwischen und verordnet mir das, was ich mir selbst nicht gebe: Ruhe!

Aufarbeitung ist Ursachenforschung

Nur dann, wenn ich mir die Zusammenhänge ganz bewusst mache, die Ursprünge genau erkenne und mein Verhalten dem entsprechend verändere, habe ich die Chance eine für mich sinnvolle Umwälzung zu bewirken. Ansonsten wird mein Unterbewusstsein jedes mal, wenn ich wieder versuche zu arbeiten, erschrocken aufheulen und sagen:“Nein! Nicht wieder in die Tretmühle! Ich will das nicht mehr, ich kann das nicht mehr, ich ziehe die Bremse!“ Das gebrannte Kind scheut bekanntlich das Feuer.

Ohne Ursachenforschung keine Aufarbeitung

Wann habe ich in meiner Familie Aufmerksamkeit oder Anerkennung bekommen? Durfte ich als Kind auch mal „Nein“ sagen, wenn mir etwas zu viel wurde? Gab es in meiner Familie eine klare Erwartungshaltung, dass alle Aufgaben erfüllt werden mussten, die an einen gestellt wurden? Wie lautet meine „Daseinsberechtigung“? Wann meine ich ein wertvoller Teil der Familie oder Gruppe zu sein? Waren meine Eltern dominant und es wurde immer getan, was sie gesagt haben? Gab es Raum für meine Gefühle, Wünsche oder Meinungen oder musste ich die meist verdrängen? Wie stehe ich zu meinem „Bauchgefühl“? Wie sieht mein Rollenbild eines „richtigen“ Mannes oder einer „richtigen“ Frau aus?
Diese und viele weitere Fragen, können mir bei der Suche nach den Ursachen behilflich sein und ihre Beantwortung bringt genau da Licht ins Dunkle, wo ich es brauche, um einen neuen Weg zu sehen.

Egal ob präventiv oder akut

Wie bei allen anderen Themen, bei denen ich mir eine Veränderung in meinem Leben wünsche, ist es auch beim Burnout so, dass ich mir über möglichst viele Ursachen, Verhaltensmustern und Bindungsbedingungen klar werden sollte, und das möglichst auch schon präventiv, wenn die Freude beginnt aus meinem Leben zu verschwinden. Einen weiteren wichtigen Aspekt habe ich außerdem noch in meinem Beitrag: Burnout – ein Minus in der Energiebilanz aufgeführt.

Seminar zum Erlernen der Grundlagen der Bindungsbedingungen

Deshalb erkläre ich ab Oktober in meiner Seminarreihe  „Ursachen finden – Zusammenhänge erkennen – Probleme lösen“ Schwerpunktthema Leben ohne Burnout & Überforderung diese Bindungsbedingungen und Verhaltensmuster. Außerdem erkläre ich grundsätzliches zur Entstehung und den Gründen eines Burnouts. Im zweiten Teil des Seminars suchen wir bei jedem Teilnehmer die Bereiche seines Lebens, die ihn übermäßig Kraft kosten und die, die ihm Kraft geben und ergründen warum. Durch das Verstehen der Zusammenhänge, ergibt sich dann schon eine veränderte Einstellung zu diesen Situationen und damit auch eine Möglichkeit der Lösung.

 

Aus dem Diffusen des Un(ter)bewussten wieder ins Bewusste

Auszug aus meinem Buch
„Selbstheilung – wie geht das eigentlich?“

„Mein Unterbewusstsein formuliert aus seinen Lernerfahrungen die entsprechenden Bindungsbedingungen. Dabei vereinfacht es. Die ursprüngliche Situation der Lernerfahrung ist für mich nicht mehr wirklich relevant.
4+6=10
Das weiß ich, ohne mich noch an die konkrete Schulstunde erinnern zu können, in der ich das gelernt habe. Und mal ehrlich: Manche Schulstunde war ja auch so scheußlich, dass ich mich am liebsten gar nicht mehr an sie erinnere.

Das alte Gespenst in der Ecke

Was ich daraus gelernt habe, ist für mich wichtig. Der Ursprung und die damaligen Bewertungskriterien, warum ich das so eingeschätzt habe (z.B. gefährlich oder ungefährlich), liegen im Diffusen. Man kann sich dieses Diffuse vorstellen, wie eine dunkle Ecke im Raum, aus der ein merkwürdiges Geräusch kommt. Solange ich nicht weiß, was in der Ecke los ist, macht mir dieses Geräusch Angst. Mache ich einmal das Licht an, sehe ich, dass sich die leere, zusammengeknüllte Chipstüte langsam wieder entrollt. Als Kind habe ich das nicht verstanden und Gespenster dafür verantwortlich gemacht. Als Erwachsener kenne ich das Verhalten von Folien, mache das Licht wieder aus und kann beruhigt schlafen.

Leben nach alten Lernerfahrungen

Dieses Lernen  aus Erfahrungen ist eigentlich für Stresssituationen gedacht, in denen es schnell gehen muss. Die ursprüngliche Lernerfahrung ist in diesem Augenblick egal, es zählt nur, was ich aus ihr gelernt habe.
Mein Unterbewusstsein arbeitet dabei nach vielfach bewährtem Schema:

Lernen => Resümee daraus ziehen => Resümee speichern => nur noch nach dem Resümee leben.

Um das alte Resümee, also das für mich heute ungünstig angelegte Verhaltensmuster, verändern zu können, gibt es sicherlich verschiedene Wege. Der Weg, den ich hier vorschlagen möchte, ist, mir die alten Lernerfahrungen aus dem Diffusen wieder ins Bewusste zu holen…“

Ich bin jetzt erwachsen und kein Kind mehr

Ich überprüfe, ob die Kriterien, unter denen ich damals die Situation  beurteilt habe, auch heute noch gelten. Bin ich immer noch ohnmächtig? Muss ich immer noch tun, was mein Gegenüber von mir verlangt? Bin ich immer noch abhängig? Flößt mir mein Gegenüber oder diese Umgebung / Gegebenheit wirklich immer noch Angst ein?

Durch die Neubewertung der Situation gebe ich meinem Unterbewusstsein die Möglichkeit zu einem neuen Verhalten in ähnlichen Situationen zu kommen, besonders wenn ich dieses neue Verhalten ganz bewusst formuliere.

Wie das gehen kann, erkläre ich näher in meinem Buch und in meinen Seminaren.

 

Lernerfahrungen korrigieren

Ein möglicher Weg

„Durch Bindungsbedingungen werde ich entscheidend für mein späteres Leben geprägt. Denn ich lerne an dieser Stelle, wie ich später mit meinem Partner, meinen Kindern, dem Chef, Freunden und nicht zuletzt mit mir selbst und meinen Gefühlen umgehe.

Die Verletzungen und Verhaltensmuster, die durch die negativen Bindungsbedingungen dann bei mir entstehen, gebe ich unbewusst auch oft wieder an meine Kinder weiter.

Wenn mir aber bewusst wird, dass in meiner Ursprungsfamilie etwas ungünstig gelaufen ist, versuche ich das zu verändern: „So wie meine Eltern das mit mir gemacht haben, hat es mir nicht gut getan. So mache ich das nicht!“ Ich steige aus dem Muster aus und überlege mir bewusst ein Verhalten für diese Situationen, das ich für sinnvoller halte.

An dieser Stelle zeigt sich der Weg zur Heilung:

Sieben Punkte

1. Mir muss bewusst werden, dass es in meinem Leben etwas zu verändern gilt.

2.  Ich brauche den Willen diese Veränderung wirklich herbei zu führen und das kleine bisschen Mut den Weg zu gehen.

3.  Ich muss die alten Bindungsbedingungen finden.

4.  Ich erkenne, wie mein Unterbewusstsein mich davor bewahrt hat, gegen diese Bindungsbedingungen zu verstoßen, indem ich mir die Verhaltensmuster bewusst mache, die daraus entstanden sind.

5.  Ich mache mir bewusst, dass ich diese alten Bedingungen und Muster nicht mehr brauche und sie mir heute oft sogar völlig hinderlich sind. Daraus entwickele ich eine neue, erwachsene Sicht auf die Situationen als Alternative zum alten Verhalten und formuliere sie in einem lösenden Satz.

6.  Ich formuliere eventuell positive Bindungsbedingungen.

7.  1 x machen! Die Angst überwinden und das Muster durchbrechen. Das Unterbewusstsein erkennt, dass es einen besseren, gangbaren Weg gibt.

Bewusst verändern

Die Reihenfolge der Punkte 3, 4, 5 und 6 ist unerheblich. Es kann sein, dass ich ein Verhalten von mir als Ausgangspunkt nehme (also das entstandene Muster) und mir überlege, ob eine bestimmte Situation oder ein wiederkehrendes Verhalten meiner Familie mich dort geprägt haben. Daraus kann ich dann die Bindungsbedingung erkennen und entsprechend den lösenden Satz und, wenn gewünscht, eine positive Bindungsbedingung als Alternative formulieren.

Vielleicht gehe ich auch von einer Schlüsselsituation aus, die mich verletzt hat. Dann ist es wichtig für mich herauszufinden, gegen welche Bedingung ich verstoßen habe und wie diese Situation mein Verhalten verändert hat. Auch hier finde ich dann erst den lösenden Satz mit dem erwachsenen Verhalten, mit dem ich ab jetzt in solchen Situationen reagieren möchte und definiere, wenn nötig, die Bindung neu.

Die dritte Möglichkeit ist, dass mich irgendein Verhalten von mir sehr stört und ich formuliere, wie ich ab jetzt damit umgehen möchte. Auch hier ist es dann notwendig, die Ursache und die Auswirkungen einmal genau zu benennen.

Warum das so wichtig ist und wie Bindungsbedingungen, Muster und lösende Sätze aussehen können, erkläre ich auf den nachfolgenden Seiten…“

(Auszug aus meinem Arbeitsbuch Selbstheilung – wie geht das eigentlich?)

Vermittlung der Technik in meinen Seminaren

In meinen Seminaren vermittele ich die dafür benötigte Technik des Auffindens von Urspüngen und Lösens von Blockaden und ungünstigen Lernerfahrungen. Näheres zu diesen Seminaren finden Sie auf der Seite Vorträge & Seminare, auf denen auch aktuelle Termine aufgeführt sind.

Das Unterbewusstsein ist auch nur ein Mensch

Manchmal läuft´s einfach falsch

„Ein Beispiel für eine falsche Schlussfolgerung meines Unterbewusstseins:

 Singen

Ich werde als Kind für einen Mittagsschlaf ins Bett gelegt und soll leise sein, da auch meine Eltern einen Mittagsschlaf machen wollen. Ich bin aber gar nicht müde und vertreibe mir die Zeit damit, aus vollem Hals zu singen. Man stürmt wütend in mein Zimmer und bestraft mich dafür.

Mein Unterbewusstsein kombiniert: Wenn man mich singen hört, gibt es Ärger! Für das Singen wurde ich bestraft und es hat mich in dem Augenblick hauptsächlich beschäftigt. Deshalb verknüpft das Unterbewusstsein die Zurechtweisung mit dem Singen. Das war in dem Augenblick relevanter, als einfach nur leise zu sein.

Später bereitet es mir größtes Unbehagen zu singen, wenn andere mich hören können. Wenn möglich vermeide ich es, obwohl ich sehr gerne singe.“

(Auszug aus meinem Arbeitsbuch  Selbstheilung – wie geht das eigentlich?)

Die Zugehörigkeit ist überlebenswichtig gewesen

Das Unterbewusstsein lernt aus Erfahrungen, die ich mache und zieht daraus Schlüsse für das Verhalten, das ich zeigen sollte, damit ich nicht die Zugehörigkeit zur Familie / Gruppe / Partner verliere. Dafür verdrängt es auch schon mal Teile meiner Persönlichkeit, die dieser Anbindung im Wege stehen könnten.

Singe ich zum Beispiel leidenschaftlich gerne, werde aber in Situationen in denen ich singe immer wieder, oder einmal sehr heftig, zurecht gewiesen, wird mir das Singen immer weniger Spaß machen. Die Zurechtweisung muss sich gar nicht auf das Singen selbst beziehen.

Ich habe kein gutes Gefühl mehr beim Singen, denn mein Unterbewusstsein hat ja in der oben beschriebenen Situation geschlussfolgert, dass das Singen Ärger einbringt. Immer wenn ich eigentlich Lust hätte laut los zu singen und mich dabei jemand hören könnte, bekomme ich Angst und lasse es lieber, verdränge das Singen und damit etwas, das mir große Freude machen würde.

Verdrängung statt Freude

Wenn so etwas sehr früh in meiner Kindheit passiert oder sehr massiv bestraft wurde, ist mir vielleicht gar nicht mehr bewusst, wie viel Freude es mir macht zu Singen, zu Malen, zu Tanzen, zu Träumen oder was auch immer damals von meiner Familie abgelehnt wurde.

Da das Unterbewusstsein manchmal eben falsche Schlussfolgerungen zieht, ist es später oft schwierig die richtigen Ursachen für eine Angst zu finden. Wenn ich die Ursache aber nicht finde, kann ich die Angst auch nicht verändern. Ich falle immer wieder in eine Angst und weiß überhaupt nicht warum.

An dieser Stelle bietet die Kinesiologie mit ihrer Möglichkeit mit dem Unterbewusstsein zu kommunizieren eine Chance diese Ursprünge der Angst zu finden. Außerdem vermittele ich in meinen Seminaren eine Technik, mit deren Hilfe das Aufspüren der Ursachen und der Weg zur Lösung für die Teilnehmer selbständig gangbar wird. Termine finden Sie hier.

In der nächsten Woche schreibe ich über die Reaktionsmöglichkeiten in angstauslösenden Situationen, die uns außer Angriff, Starre oder Flucht noch zur Verfügung stehen.

Angst

Angst ist die Folge von Hilflosigkeit, von Ohnmacht

Wenn ich Angst habe, habe ich immer auch gleichzeitig das Gefühl von eigener Unzulänglichkeit.
Ich schaffe etwas nicht,
ich kann etwas nicht,
ich komme gegen etwas / jemanden nicht an,
ich kann mich auf etwas / jemanden nicht verlassen,
ich darf mich nicht wehren,
ich darf nicht so agieren, wie es der gesunde Menschenverstand gebietet oder es meiner Persönlichkeit entspricht.

Agieren zu können verhindert Angst

Vor Situationen, denen ich mich gewachsen fühle, habe ich normalerweise keine Angst.
Ich darf agieren,
kann Lösungen finden und umsetzen,
es gibt gewisse Regeln, auf die ich mich verlassen kann,
ich kann jemanden um Hilfe bitten und weiß, dass ich sie auch bekomme,
ich bin im Vertrauen darauf, dass am Ende alles gut ist und mit mir achtsam umgegangen wird.

Ursachen finden

Meistens kenne ich den Grund meiner Angst, kann sie auf ein bestimmtes Erlebnis oder ein bestimmtes Verhalten von jemandem zurückführen.  Aber manchmal ist die Angst in einer Situation unangemessen hoch oder mir ist der Grund / der Ursprung der Angst unerklärlich. In den Fällen ist es sinnvoll einmal genauer hinzuschauen.

Warum haben wir Angst

Das Unterbewusstsein versucht mich durch Angst vor Situationen zu bewahren, in denen ich Schaden nehmen könnte. Es schützt mich dadurch praktisch vor mir selbst. Für mein Überleben ist es wichtig körperlich unversehrt zu bleiben und den Anschluss an meine Familie/Stamm/Gruppe/Partner nicht zu verlieren, denn dieser Anschluss alleine versprach in grauer Vorzeit eine gewisse Sicherheit. Deshalb versucht es durch Angst dafür zu sorgen, dass ich die Regeln und hierarchischen Strukturen meiner Familie einhalte (siehe Bindungsbedingungen).

Auf dem Holzweg

Manchmal hat mein Unterbewusstsein diese erlernten Regeln aber auch falsch verstanden oder sie sind in Situationen entstanden, in denen mein Bewusstsein nicht aktiv war. Das kann in der frühen Kindheit gewesen sein, in Narkose oder in einem Rausch- oder Betäubungszustand. Hier wird es für mich sehr schwer den Ursprung der Angst zu finden.

Die Kinesiologie ist in diesem Fall ein gutes Werkzeug, um hier die Ursachen zu ergründen. In einer individuellen Einzelsitzung, die auch per Telefon möglich ist, unterstütze ich Sie gerne im Auffinden dieser Ursachen.

Außerdem vermittele ich in meinen Seminaren eine Technik, mit deren Hilfe das selbständige Aufspüren von Ursachen möglich ist und auch der Weg zur Lösung aufgezeigt wird. Termine zu diesen Seminaren finden Sie hier. Fragen dazu beantworte ich Ihnen gerne per Telefon. Ich freue mich auf Ihren Anruf.

 

Wegbegleiter / Blog

Jeder lebt sein Leben so gut er kann

Die Frage ist: Warum laufen manche Dinge nicht besser, obwohl ich selbst damit nicht zufrieden bin?

Viele Menschen mit Problemen, die ihnen sehr wohl bewusst sind, machen es sich ja nicht leicht, sondern sind oft der Verzweiflung nah über ihr Unvermögen.

Von diesem Punkt zum Selbsthass ist es oft nur noch ein kleiner Schritt, der manchmal dazu führt, dass ich mich selbst aufgebe und auch oft genug mich und andere belüge. Dadurch kann sich eine enorme Abwärtsspirale in Gang setzen, die dadurch gestoppt werden kann, dass ich endlich verstehe, warum ich mich so verhalte.

Erkenntnis statt Selbsthass

Die Erkenntnis, dass ich mich eigentlich völlig konform zu früheren Lernerfahrungen verhalte, diese Lernerfahrungen aber ungünstig waren oder vom eigenen Unterbewusstsein einfach falsch kombiniert wurden, verändert die komplette Sicht auf mich selbst und öffnet den Weg zur Veränderung. So beginne ich mich zu verstehen und verurteile mich nicht länger selbst.

Schwerpunkt meiner Arbeit

Deshalb liegt ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit auf dem Finden und Verstehen von Ursachen und Zusammenhängen. Daraus ergibt sich der Lösungsweg dann meist von ganz alleine. Wenn ich Ursachen und Zusammenhänge eines Problems gefunden habe, kann ich diese Situation neu bewerten aus der Perspektive des Erwachsenen, der ich heute bin und herauskommen aus der Perspektive des ohnmächtigen Kindes von damals, als diese Angst angelegt wurde. Dadurch ist eine Neubewertung durch mein Unterbewusstsein möglich und eine Verhaltensänderung viel leichter und einfacher, weil ich nicht mehr gegen meine Angst ankämpfen muss. Mein Unterbewusstsein versteht: Die Bewertungskriterien haben sich geändert, ein anderes Verhalten kann jetzt gelebt werden.

Einzelsitzungen – Seminare – Vorträge – Buch

Auf der Suche nach Ihren ganz eigenen Ursachen und Zusammenhängen unterstütze ich Sie gerne in verschiedener Form. In Einzelsitzungen (gerne auch telefonisch) können wir gemeinsam versuchen die einzelnen Puzzleteile Ihres Themas, das Sie beschäftigt, zu finden und in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen. Manchmal ergibt sich daraus dann bereits die Lösung.

In meinen Seminaren vermittel ich neben einigem theoretischen Wissen über die Anlage und Lösung von Verhaltensmustern und daraus entstehenden Problemen, auch eine Technik, mit deren Hilfe Sie sich auf den Weg machen können  selbständig nach diesen Ursachen,  Zusammenhänge und auch möglichen  Lösungen zu forschen.

Außerdem erkläre ich in Vorträgen und meinem Buch wie und warum in unserer Kindheit Muster angelegt werden, warum sie uns als Erwachsene noch beeinträchtigen und wie wir sie verändern können. Das Buch können Sie ausschließlich nur über mich beziehen.