Burnout – ein Minus in der Energiebilanz

Das klassische Burnout-Syndrom ist allgegenwärtig

Die heutige Zeit lässt uns kaum noch zur Ruhe kommen. Muße… in der Sonne zu sitzen und einfach nur die Freude am Leben zu empfinden, ist mächtig aus der Mode gekommen. Das weicht immer mehr der Selbstoptimierung, Effektivität und einem vermeintlich erfüllten Leben. Leider bedeutet „erfüllt“ oft nichts anderes als „vollgepackt“.

Langeweile ist wichtig und manchmal auch schön

Dazu kommt, dass es keine Langeweile mehr gibt. Computer, Handys und Fernseher mit sämtlichen Spiel- und Streamingmöglichkeiten zu jeder Tages- und Nachtzeit, Soziale Netzwerke mit einer Flut von Informationen, die für mich größtenteils völlig unerheblich sind und eine totale Reizüberflutung im Alltag und am Arbeitsplatz, hat uns oftmals verlernen lassen, Ruhe auch nur ertragen zu können. Wir werden meist nervös, wenn es einmal ruhig ist und flüchten uns wieder in irgendeine Ablenkung.

Bewertung der Reize ist schwierig

Unser Gehirn ist mit diesem permanenten Beschuss von Reizen völlig überfordert. Das hat immer noch einen Fuß in der Steinzeit und benötigt Ruhephasen, um das Erlebte zu bewerten und entsprechend abzuspeichern. Aber auch das wird ihm heutzutage nicht leicht gemacht. Die Faustregel, dass Situationen in denen Adrenalin freigesetzt wird auch bedeutsam sind und mit entsprechender Priorität abgespeichert werden müssen, gilt schon lange nicht mehr. Wenn wir uns früher schon bei Winnetou im Fernsehen die Fingernägel vor Aufregung abgekaut haben, dann ist das lahmer Kram gegen die neuen Brillen mit deren Hilfe man eine virtuelle „Realität“ erlebt, mit der die echte Realität nicht mithalten kann. Was soll das Gehirn jetzt wo abspeichern? Das tatsächlich Geschehene, was ja eigentlich Nichts ist, außer einem computeranimierten Bild auf einem Bildschirm? Oder die Eindrücke von Stress, Adrenalin, Angst, lebensbedrohlichen Situationen oder aufwühlenden Ereignissen, wie sie ein gut gemachtes Computerspiel oder eine VR-Brille bieten? Das ist etwas, was das Gehirn besonders bei schon frühem Kontakt im Kindes- oder Jugendalter völlig überfordert.

Hurra, wir verblöden!

Das Nichtwichtige erzeugt immens starke Reize, das Wichtige wird immer reizärmer, weil uns immer mehr davon abgenommen und automatisiert wird. In der Bewältigung unseres normalen Alltags gibt es kaum noch Herausforderungen für unser Gehirn. Bevor wir über irgendetwas lange nachdenken müssen und vielleicht eine eigene Lösung finden, recherchieren wir im Internet. Die komplette Organisation wird immer mehr von Maschinen übernommen. Alexa, Siri und Co. übernehmen alles, wofür wir früher unsere Gedanken beisammen halten und unser Hirn mal anstrengen mussten. Auch das Erlernen und Einüben körperlicher oder kognitiver Fähigkeiten erübrigt sich meist, da uns auch hier das Meiste abgenommen wird.

Selber denken macht Spaß

Gerade das ist aber eigentlich etwas, was uns Freude bereitet, Selbstvertrauen bringt, Selbstsicherheit und letztendlich auch Selbstbewusstsein: eigenen Ideen zu haben, Herausforderungen zu meistern, meine eigene Lösung zu finden, die eigenen Kreativität zu leben, mir selbst und meinen Fähigkeiten zu vertrauen. Zu spüren, dass ich etwas kann und damit in der Lage bin schwierige Situationen gut zu meistern, ist etwas, dass mir Freude bereitet… und diese Freude fehlt uns heutzutage viel zu oft, weil es irgendwen oder irgendwas gibt, der uns das abnimmt. Hier liegt auch eine Ursachen für Depressionen.

Freude bringt Energie

Freude ist aber genau das, was mir Energie zurückbringt, was mich für die Mühe und Anstrengung am Ende entschädigt. Das Gefühl „Das habe ICH geschafft und es ist gut geworden!“ das fehlt viel zu oft. Und wenn das fehlt, dann ist die „Belohnung“ am Ende weg und meine Tätigkeit kostet mich nur noch Energie.

Die Freude ist das, was aus dem Hamsterrad ein erfülltes Leben macht

Und genau um diese Energie geht es (unter anderem) beim Burnout. Wenn die Energie, die ich in etwas stecke, permanent größer ist, als die Energie, die ich am Ende heraus bekomme, dann lande ich mit Sicherheit im Burnout. Denn das Burnout ist nichts anderes als ein Minus in meiner Energiebilanz.

Seminar zum Thema „Raus aus Burnout & Überforderung“

Diesen und noch andere Aspekte beleuchte ich unter anderem in meinem Seminar zum Themenschwerpunkt „Burnout & Überforderung“. Nach einem eher theoretischen Teil, in dem ich Grundsätzliches dazu erkläre, warum und wie wir ins Burnout rutschen können, wo und wann oftmals die Weichen dafür gestellt wurden und wie wir prinzipiell den Weg hinausfinden können, wird es im zweiten Teil praktischer. Wir beleuchten in der Gruppe einzelne Lebensbereiche jedes Teilnehmers und finden die Situationen und Tätigkeiten, die ihn übermäßig Energie kosten, aber auch die, die ihm Freude machen und damit Energie bringen. Durch das Verstehen der Zusammenhänge geht man dann meist schon anders mit diesen Situationen um und ist in der Lage etwas zu verändern.

Außerdem unterstütze ich Sie gerne auf Ihrem persönlichen Weg durch eine Einzelsitzung, in der wir Ihre ganz individuelle Situation beleuchten und nach Ursachen, Zusammenhängen und Lösungen suchen.

Unterbewusstsein und Zwänge

Ein Ort der Bilder und Gefühle

Lange bevor wir unsere Erinnerungen auch im Bewusstsein speichern können, nimmt unser Unterbewusstsein alle Sinneseindrücke und Erfahrungen auf. Schon im Mutterleib speichert es die Gefühle, die die Mutter dem Embryo entgegenbringt und schon hier zieht es aus diesen seine Schlüsse. So spürt das Kind schon genau, ob es willkommen ist und geliebt wird oder eher unerwünscht und abgelehnt.

Das Unterbewusstsein speichert immer

Auch die Ereignisse der ersten Lebensjahre, in denen ich als Kind der Sprache noch nicht mächtig bin und sie deshalb auch noch nicht zur Speicherung von Informationen nutzen kann, sind alle im Unterbewusstsein abgelegt. Ebenso Phasen in denen mein Bewusstsein beeinträchtigt ist, z.B. durch Narkosen, KO-Tropfen, Rauschzustände oder Ohnmacht, auch traumatische Erlebnisse, die mein Bewusstsein verdrängt hat und Situationen, die einfach so lange her sind, dass ich mich nicht mehr an sie erinnern kann.

Wie speichert es ohne Worte?

Das Unterbewusstsein speichert seine Empfindungen in Gefühlen, Tönen, Gerüchen und vor allem in Bildern. Es verknüpft die Erinnerung an eine bestimmte Situation mit den Gefühlen, die ich in dieser Situation empfunden habe. Daraus zieht es dann Schlüsse und gibt mir entsprechende Handlungsempfehlung für ähnliche Situationen. Komme ich in eine ähnliche Situation oder gibt es auch nur ähnliche Schlüsselreize, kommen die Gefühle der unangenehmen Situation wieder hoch. So erklärt sich, warum ich manchmal nur einen Gegenstand sehe und in mir z.B. ein Gefühl von Ekel, Ablehnung, Freude, Erregung oder auch Angst hochsteigt. Das funktioniert eben auch, wenn ich mich bewusst nicht mehr an die Situation erinnern kann, weil ich zu klein war, mein Bewusstsein beeinträchtigt war oder das Erlebte verdrängt habe.

Das Unterbewusstsein kennt den Weg zur Lösung

Deshalb liegt im Unterbewusstsein auch der Schlüssel zur Lösung von Zwangshandlungen und Zwangsunterlassungen. Es ist relevant die Ursprungssituation zu finden, dem Bewusstsein die Möglichkeit zu geben die Zusammenhänge zu verstehen und neu zu bewerten, damit es die gemachte Lernerfahrung revidieren kann.

Unterstützung durch Einzelsitzungen und Seminare

In meinen Einzelsitzungen unterstütze ich Sie dabei die Ursachen für Zwangshandlungen und Zwangsunterlassungen, aber auch für andere Gefühle und Ungereimtheiten zu finden.

Darüber hinaus sind ab Frühjahr 2019 Seminare auch zu diesem Thema geplant.

 

Selbstvertrauen – ein gutes Mittel gegen Depressionen

Die Weichen können schon im Kindesalter gestellt werden

Wenn ich mich als junger Mensch entwickele ist es wichtig, dass ich meiner Familie oder irgendjemandem, der unverbrüchlich hinter mir steht, voll und ganz vertraue. Aus diesem Vertrauen heraus, dass es zu jeder Zeit und in jeder Situation jemanden gibt, der mich unterstützt und mir zur Not aus jedem Schlamassel heraus hilft, gewinne ich den Mut meinen Weg im Leben zu gehen, mich auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln.

Durch diese Erfahrungen lerne ich mich kennen, kann mich und meine Fähigkeiten einschätzen und gewinne damit das Selbstvertrauen und die Stärke mein Leben selbst zu meistern.

Wenn ich mir alles Wichtige selber geben kann, kann niemand Bedingungen an mich stellen

Ich muss mir dieser Unterstützung von jemandem ganz sicher sein, damit ich es wage ohne Angst ins Leben zu gehen und mich schließlich ganz unabhängig auf meine eigenen Füße zu stellen. Aus diesem Umstand heraus, kann ich dann in einer Beziehung echte, bedingungslose Liebe leben.

Es ist wichtig, dass ich mir selber alles geben kann, was ich brauche oder jemanden habe, unabhängig  von meinem Partner, der mich zur Not in allem unterstützt. So kann zwischen zwei Menschen eine Beziehung entstehen, die nicht durch Abhängigkeiten geprägt ist, durch die Angst den anderen zu verlieren oder im Leben nicht mehr alleine zurecht zu kommen. Denn durch diese Angst verbiege ich mich.

Der Partner sollte das Sahnehäubchen auf meinem Leben sein.

Manchmal auf Biegen und Brechen, auch wenn es nicht gut tut

Ich versuche es dem anderen recht zu machen oder fordere ein bestimmtes Verhalten von ihm ein, damit die Beziehung auf „Biegen und Brechen“ (manchmal im wahrsten Sinne des Wortes) bestehen bleibt.

Nicht ich stehe in meinem Fokus und erst in zweiter Linie mein Partner und die Beziehung zu ihm, sondern mein Partner und die Bedingungen, die erfüllt werden müssen, um die Beziehung zu erhalten.

Durch diesen Umstand lebe ich nicht das, was ich leben möchte. Ich verbiege mich für die Beziehung aus der Angst heraus, alleine nicht zurecht zu kommen. Das ist eine weitere Möglichkeit in eine Depression zu rutschen.

Keine Garantie – aber deutlich wahrscheinlicher

Selbstvertrauen erhöht die Chance darauf einen Partner zu finden, der mich so nimmt, wie ich bin. Und wenn ich den Mut habe mich so zu zeigen, wie ich bin und mich mit allem zu leben, was mir wichtig ist und Freude macht, haben es Depressionen deutlich schwerer in meinem Leben Fuß zu fassen.

Ich helfe Ihnen gerne auf Ihrem Weg den Ursachen und Lösungen bei einer Depression auf die Spur zu kommen. Sprechen Sie mich an, ich freue mich auf Ihre E-Mail oder Ihren Anruf.

Depressionen

Depressionen können viele Ursachen haben

Ich möchte hier einige mögliche Ursachen kurz vorstellen, wobei die Liste nicht vollständig sein kann. Bei jedem führt die Zusammensetzung dieser und noch anderer Faktoren zu seiner ganz individuellen Mischung, die genauso individuell aufgearbeitet werden sollte.

Aus Freude entsteht Energie

Auch Depressionen haben meiner Ansicht nach etwas mit Energie zu tun. Die meisten Tätigkeiten in meinem Leben sollten mir Freude machen und mich dadurch mit positiver Energie versorgen. Es sollten wirklich die Dinge sein, die mir entsprechen und ich sollte sie in der Form tun, wie ich mich damit wohl fühle. Erfülle ich die Erwartungshaltung oder Anforderung, die andere an mich stellen und gebe diesen einen höheren Stellenwert, als das, was ich selber machen möchte, gibt es nicht genug Möglichkeiten für mich Energie zu tanken.

Das Leben ist auch ein bisschen Physik

Ich kann einen guten Job haben mit dem ich viel Geld verdiene. Wenn das aber der Berufswunsch meiner Eltern für mich war oder ich ihn nur gewählt habe, damit ich viel Geld verdiene und in der Gesellschaft anerkannt bin, dann wird er mir wahrscheinlich nicht genug Freude bereiten, um Energie und Zufriedenheit daraus zu ziehen. Stattdessen muss ich noch jeden Tag Energie hinein investieren und da lande ich bei einem 8 oder 9 Stundentag schon rein rechnerisch schnell im Minus. Das Leben ist mehr Physik als man denkt.

Die Fassade kostet Kraft

Wenn ich mich in meiner Jugend sehr anpassen musste und nicht akzeptiert wurde mit meinen Interessen und meiner Persönlichkeit, auch dann ist die Gefahr groß in eine Depression zu rutschen. Die Fassade, die ich dann gelernt habe zu leben, entspricht mir nicht. Sie kostet mich nur noch zusätzlich Kraft und sie zu leben macht mir keine Freude. Ich erfülle nur die Erwartungshaltung, von der ich glaube, dass sie an mich gestellt wird, weil ich es in meiner Kindheit so gelernt habe. Meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse sind dahinter zurückgedrängt, aber nur sie könnten mir Freude und damit Energie bringen.

Meine Vorstellungen entsprechen nicht immer meinen Wünschen

Selbst wenn mein Leben so ist, wie ich es mir vorstelle, heißt das noch lange nicht, dass es auch so ist, wie ich es mir wünsche. Habe ich in meiner Kindheit bestimmte Erwartungshaltungen z.B. meiner Familie übernommen und mir erst einmal zu eigen gemacht, kann es passieren, dass ich irgendwann in meinem Leben an den Punkt komme, dass ich spüre etwas verändern zu müssen. Je nach Lernerfahrungen in meiner Kindheit kann es jetzt sein, dass ich mein ganzes Leben umkremple und vielleicht den Job wechsel, mich scheiden lasse, umziehe oder sonst mein Leben irgendwie verändere, sodass es mir mehr entspricht.

Erziehung stutzt manchmal die Flügel, die ich brauche

Es kann aber auch sein, dass ich in meiner Kindheit die Erfahrung gemacht habe, dass ich nichts einfach nach meinen Wünschen verändern durfte. Meine Wünsche wurden als Spinnerei abgetan, mir wurde eingebläut „Das Leben ist kein Ponyhof, da kann man sich nichts aussuchen, da muss man durch!“ oder mir ist vermittelt worden, dass das, was ich kann oder machen möchte nichts wert ist und man damit kein Geld verdienen kann.

Depression durch übertretene Bindungsbedingungen

In diesen und sicherlich noch vielen weiteren Möglichkeiten des anerzogenen Nichtlebens meiner Persönlichkeit, wird mein Unterbewusstsein versuchen mich davon abzubringen das zu tun, was ich mir wünsche und mir Freude macht. Es hat gelernt, dass es aus verschiedenen Gründen nicht gut für mich ist, das zu tun. Ich würde durch eine Veränderung in die Richtung, die mir mehr entspricht, also Bindungsbedingungen übertreten. Mein Unterbewusstsein wird mich durch Stress, Angst, Panik, vielleicht eine Depression oder auch verschiedene Formen von Sucht versuchen davon abzuhalten.

Kreislauf des Verdrängens

Ich nenne das den „Kreislauf des Verdrängens“ und habe ihn in meinem Buch „Selbstheilung – wie geht das eigentlich?“ genauer beschrieben. Der Ausweg daraus führt über das Finden und Korrigieren der alten Bindungsbedingungen und natürlich der Veränderung des Lebens hin zu mehr Freude, durch das Leben meiner eigenen Persönlichkeit.

Körperliche Komponenten

Manchmal können körperliche Komponenten wie Vitaminmangel, Hormonstörungen oder andere Dinge eine kleine Unzufriedenheit sehr verstärken. Deshalb ist es sinnvoll, wie bei den meisten Erkrankungen, sowohl auf der physischen, als auch auf der psychischen Ebene zu schauen. Für diese physische Ebene wenden Sie sich bitte an den Arzt oder Heilpraktiker ihres Vertrauens.

Viele Faktoren, aber welcher ist relevant?

Bei der Suche nach den Faktoren auf der psychischen Ebene, die speziell für Ihre Depression relevant sind, bin ich Ihnen gerne in einer Einzelsitzung behilflich. Das ist auch per Telefon möglich. Außerdem vermittele ich in meinen Seminaren eine Technik, mit deren Hilfe die Seminarteilnehmer die Möglichkeit bekommen, selbständig die Ursprünge für ihre Depressionen zu lokalisieren.

Wie finde ich den Einstieg?

Seine eigenen Probleme bearbeiten.

Die eigenen Themen ansehen.
Die Kindheit aufarbeiten.
In seinem eigenen Haus aufräumen.

Wer kennt solche Sätze nicht ? Aber wie geht das? Wo fange ich an? Wie finde ich den Einstieg? Geht das nur mit einem Therapeuten? Woran merke ich, dass ich da ein Thema habe, das ich aufarbeiten sollte? Ist das nicht nur was für psychisch Kranke?

Jeder, der ohne Ängste, Sorgen und Stress seine Persönlichkeit mit all ihren Facetten lebt, Energie hat, sich in seiner eigenen Mitte fühlt und das Leben mit Liebe, Freude, Gelassenheit, Offenheit und Glück genießt, kann diese Seite jetzt direkt schließen. Dieser Mensch hat seine Hausaufgaben bereits gemacht oder ist einfach ein Glückskind.

Bei allen anderen gibt es noch Luft nach oben

Ich möchte mich in meiner Haut und in meinem Leben wohl fühlen. Wenn ich das an irgendeiner Stelle nicht tue, dann darf ich diese Stelle verändern. Solange niemand anders darunter leiden muss, darf ich das und sollte ich auch. Das Leben ist zu schön und zu kostbar, um es mit Ängsten, Problemen und schlechter Laune zu vergeuden.

Dazu bedarf es auch nicht immer eines Therapeuten

Ich werde durch Lernerfahrungen geprägt und verhalte mich entsprechend dieser Erfahrungen. Je massiver diese Lernerfahrungen mich beeinflusst und eingeschränkt haben, desto stärker unterscheidet sich das Verhalten, das ich im Außen zeige von meiner Persönlichkeit in meinem Inneren.

Das heißt im Klartext:

wenn ich traumatische Erfahrungen in meiner Kindheit gemacht habe, mich sehr stark anpassen musste, um nicht dauernd Ärger zu bekommen, mir Angst gemacht wurde,
meine Zugehörigkeit zur Familie vielleicht ständig in Frage gestellt wurde, ich selten mal einfach so sein durfte, wie ich bin und
mir viel zu selten positive Rückmeldung gegeben wurde, dass ich so wie ich bin und mit dem was ich kann und mache, gut und richtig bin,
dann bin ich mit hoher Wahrscheinlichkeit durch ungünstige Lernerfahrungen geprägt und in meiner Persönlichkeit beeinträchtigt.

Das ist bei dem einen mehr und bei dem anderen weniger der Fall.

Wenn ich diese Lernerfahrungen schon mal verändere, dann habe ich auch meist schon einen Großteil meiner Probleme gelöst und der Rest ist einfacher, weil übersichtlicher.

Merke ich, dass ich alleine nicht weiterkomme, wende ich mich an Menschen mit Erfahrung. Das kann ein Arzt sein, ein Therapeut oder jemand, der mich in anderer Form sinnvoll berät und unterstützt.

Den Anfang finden

Meist habe ich irgendein Thema in meinem Leben oder meiner Persönlichkeit, mit dem ich nicht zufrieden bin. Vielleicht ist das eine Angst, die mir immer wieder dazwischen grätscht oder vermeintlich harmlose Situationen machen mir übermäßig Stress. Das könnte auch ein Bereich meines Lebens sein, den ich gerne verändern möchte, aber irgendetwas hält mich immer wieder davon ab, es zu tun. Ein Verhalten von mir, dass ich nicht leben möchte, in das ich aber immer wieder hineinrutsche oder auch eine große Traurigkeit, Mutlosigkeit oder Antriebslosigkeit können das sein.

An all diesen Stellen kann ich anfangen

Das Aufarbeiten von Themen ist immer auch eine Suche nach den Ursprüngen und nach neuen Wegen. Um diese leichter finden zu können, vermittele ich in meinen Seminaren eine Technik, die genau bei dieser Suche hilft. Termine für meine Seminare finden Sie hier oder sprechen Sie mich an.

 

Das Unterbewusstsein ist auch nur ein Mensch

Manchmal läuft´s einfach falsch

„Ein Beispiel für eine falsche Schlussfolgerung meines Unterbewusstseins:

 Singen

Ich werde als Kind für einen Mittagsschlaf ins Bett gelegt und soll leise sein, da auch meine Eltern einen Mittagsschlaf machen wollen. Ich bin aber gar nicht müde und vertreibe mir die Zeit damit, aus vollem Hals zu singen. Man stürmt wütend in mein Zimmer und bestraft mich dafür.

Mein Unterbewusstsein kombiniert: Wenn man mich singen hört, gibt es Ärger! Für das Singen wurde ich bestraft und es hat mich in dem Augenblick hauptsächlich beschäftigt. Deshalb verknüpft das Unterbewusstsein die Zurechtweisung mit dem Singen. Das war in dem Augenblick relevanter, als einfach nur leise zu sein.

Später bereitet es mir größtes Unbehagen zu singen, wenn andere mich hören können. Wenn möglich vermeide ich es, obwohl ich sehr gerne singe.“

(Auszug aus meinem Arbeitsbuch  Selbstheilung – wie geht das eigentlich?)

Die Zugehörigkeit ist überlebenswichtig gewesen

Das Unterbewusstsein lernt aus Erfahrungen, die ich mache und zieht daraus Schlüsse für das Verhalten, das ich zeigen sollte, damit ich nicht die Zugehörigkeit zur Familie / Gruppe / Partner verliere. Dafür verdrängt es auch schon mal Teile meiner Persönlichkeit, die dieser Anbindung im Wege stehen könnten.

Singe ich zum Beispiel leidenschaftlich gerne, werde aber in Situationen in denen ich singe immer wieder, oder einmal sehr heftig, zurecht gewiesen, wird mir das Singen immer weniger Spaß machen. Die Zurechtweisung muss sich gar nicht auf das Singen selbst beziehen.

Ich habe kein gutes Gefühl mehr beim Singen, denn mein Unterbewusstsein hat ja in der oben beschriebenen Situation geschlussfolgert, dass das Singen Ärger einbringt. Immer wenn ich eigentlich Lust hätte laut los zu singen und mich dabei jemand hören könnte, bekomme ich Angst und lasse es lieber, verdränge das Singen und damit etwas, das mir große Freude machen würde.

Verdrängung statt Freude

Wenn so etwas sehr früh in meiner Kindheit passiert oder sehr massiv bestraft wurde, ist mir vielleicht gar nicht mehr bewusst, wie viel Freude es mir macht zu Singen, zu Malen, zu Tanzen, zu Träumen oder was auch immer damals von meiner Familie abgelehnt wurde.

Da das Unterbewusstsein manchmal eben falsche Schlussfolgerungen zieht, ist es später oft schwierig die richtigen Ursachen für eine Angst zu finden. Wenn ich die Ursache aber nicht finde, kann ich die Angst auch nicht verändern. Ich falle immer wieder in eine Angst und weiß überhaupt nicht warum.

An dieser Stelle bietet die Kinesiologie mit ihrer Möglichkeit mit dem Unterbewusstsein zu kommunizieren eine Chance diese Ursprünge der Angst zu finden. Außerdem vermittele ich in meinen Seminaren eine Technik, mit deren Hilfe das Aufspüren der Ursachen und der Weg zur Lösung für die Teilnehmer selbständig gangbar wird. Termine finden Sie hier.

In der nächsten Woche schreibe ich über die Reaktionsmöglichkeiten in angstauslösenden Situationen, die uns außer Angriff, Starre oder Flucht noch zur Verfügung stehen.