Depressionen

Depressionen können viele Ursachen haben

Ich möchte hier einige mögliche Ursachen kurz vorstellen, wobei die Liste nicht vollständig sein kann. Bei jedem führt die Zusammensetzung dieser und noch anderer Faktoren zu seiner ganz individuellen Mischung, die genauso individuell aufgearbeitet werden sollte.

Aus Freude entsteht Energie

Auch Depressionen haben meiner Ansicht nach etwas mit Energie zu tun. Die meisten Tätigkeiten in meinem Leben sollten mir Freude machen und mich dadurch mit positiver Energie versorgen. Es sollten wirklich die Dinge sein, die mir entsprechen und ich sollte sie in der Form tun, wie ich mich damit wohl fühle. Erfülle ich die Erwartungshaltung oder Anforderung, die andere an mich stellen und gebe diesen einen höheren Stellenwert, als das, was ich selber machen möchte, gibt es nicht genug Möglichkeiten für mich Energie zu tanken.

Das Leben ist auch ein bisschen Physik

Ich kann einen guten Job haben mit dem ich viel Geld verdiene. Wenn das aber der Berufswunsch meiner Eltern für mich war oder ich ihn nur gewählt habe, damit ich viel Geld verdiene und in der Gesellschaft anerkannt bin, dann wird er mir wahrscheinlich nicht genug Freude bereiten, um Energie und Zufriedenheit daraus zu ziehen. Stattdessen muss ich noch jeden Tag Energie hinein investieren und da lande ich bei einem 8 oder 9 Stundentag schon rein rechnerisch schnell im Minus. Das Leben ist mehr Physik als man denkt.

Die Fassade kostet Kraft

Wenn ich mich in meiner Jugend sehr anpassen musste und nicht akzeptiert wurde mit meinen Interessen und meiner Persönlichkeit, auch dann ist die Gefahr groß in eine Depression zu rutschen. Die Fassade, die ich dann gelernt habe zu leben, entspricht mir nicht. Sie kostet mich nur noch zusätzlich Kraft und sie zu leben macht mir keine Freude. Ich erfülle nur die Erwartungshaltung, von der ich glaube, dass sie an mich gestellt wird, weil ich es in meiner Kindheit so gelernt habe. Meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse sind dahinter zurückgedrängt, aber nur sie könnten mir Freude und damit Energie bringen.

Meine Vorstellungen entsprechen nicht immer meinen Wünschen

Selbst wenn mein Leben so ist, wie ich es mir vorstelle, heißt das noch lange nicht, dass es auch so ist, wie ich es mir wünsche. Habe ich in meiner Kindheit bestimmte Erwartungshaltungen z.B. meiner Familie übernommen und mir erst einmal zu eigen gemacht, kann es passieren, dass ich irgendwann in meinem Leben an den Punkt komme, dass ich spüre etwas verändern zu müssen. Je nach Lernerfahrungen in meiner Kindheit kann es jetzt sein, dass ich mein ganzes Leben umkremple und vielleicht den Job wechsel, mich scheiden lasse, umziehe oder sonst mein Leben irgendwie verändere, sodass es mir mehr entspricht.

Erziehung stutzt manchmal die Flügel, die ich brauche

Es kann aber auch sein, dass ich in meiner Kindheit die Erfahrung gemacht habe, dass ich nichts einfach nach meinen Wünschen verändern durfte. Meine Wünsche wurden als Spinnerei abgetan, mir wurde eingebläut „Das Leben ist kein Ponyhof, da kann man sich nichts aussuchen, da muss man durch!“ oder mir ist vermittelt worden, dass das, was ich kann oder machen möchte nichts wert ist und man damit kein Geld verdienen kann.

Depression durch übertretene Bindungsbedingungen

In diesen und sicherlich noch vielen weiteren Möglichkeiten des anerzogenen Nichtlebens meiner Persönlichkeit, wird mein Unterbewusstsein versuchen mich davon abzubringen das zu tun, was ich mir wünsche und mir Freude macht. Es hat gelernt, dass es aus verschiedenen Gründen nicht gut für mich ist, das zu tun. Ich würde durch eine Veränderung in die Richtung, die mir mehr entspricht, also Bindungsbedingungen übertreten. Mein Unterbewusstsein wird mich durch Stress, Angst, Panik, vielleicht eine Depression oder auch verschiedene Formen von Sucht versuchen davon abzuhalten.

Kreislauf des Verdrängens

Ich nenne das den „Kreislauf des Verdrängens“ und habe ihn in meinem Buch „Selbstheilung – wie geht das eigentlich?“ genauer beschrieben. Der Ausweg daraus führt über das Finden und Korrigieren der alten Bindungsbedingungen und natürlich der Veränderung des Lebens hin zu mehr Freude, durch das Leben meiner eigenen Persönlichkeit.

Körperliche Komponenten

Manchmal können körperliche Komponenten wie Vitaminmangel, Hormonstörungen oder andere Dinge eine kleine Unzufriedenheit sehr verstärken. Deshalb ist es sinnvoll, wie bei den meisten Erkrankungen, sowohl auf der physischen, als auch auf der psychischen Ebene zu schauen. Für diese physische Ebene wenden Sie sich bitte an den Arzt oder Heilpraktiker ihres Vertrauens.

Viele Faktoren, aber welcher ist relevant?

Bei der Suche nach den Faktoren auf der psychischen Ebene, die speziell für Ihre Depression relevant sind, bin ich Ihnen gerne in einer Einzelsitzung behilflich. Das ist auch per Telefon möglich. Außerdem vermittele ich in meinen Seminaren eine Technik, mit deren Hilfe die Seminarteilnehmer die Möglichkeit bekommen, selbständig die Ursprünge für ihre Depressionen zu lokalisieren.

Lernerfahrungen korrigieren

Ein möglicher Weg

„Durch Bindungsbedingungen werde ich entscheidend für mein späteres Leben geprägt. Denn ich lerne an dieser Stelle, wie ich später mit meinem Partner, meinen Kindern, dem Chef, Freunden und nicht zuletzt mit mir selbst und meinen Gefühlen umgehe.

Die Verletzungen und Verhaltensmuster, die durch die negativen Bindungsbedingungen dann bei mir entstehen, gebe ich unbewusst auch oft wieder an meine Kinder weiter.

Wenn mir aber bewusst wird, dass in meiner Ursprungsfamilie etwas ungünstig gelaufen ist, versuche ich das zu verändern: „So wie meine Eltern das mit mir gemacht haben, hat es mir nicht gut getan. So mache ich das nicht!“ Ich steige aus dem Muster aus und überlege mir bewusst ein Verhalten für diese Situationen, das ich für sinnvoller halte.

An dieser Stelle zeigt sich der Weg zur Heilung:

Sieben Punkte

1. Mir muss bewusst werden, dass es in meinem Leben etwas zu verändern gilt.

2.  Ich brauche den Willen diese Veränderung wirklich herbei zu führen und das kleine bisschen Mut den Weg zu gehen.

3.  Ich muss die alten Bindungsbedingungen finden.

4.  Ich erkenne, wie mein Unterbewusstsein mich davor bewahrt hat, gegen diese Bindungsbedingungen zu verstoßen, indem ich mir die Verhaltensmuster bewusst mache, die daraus entstanden sind.

5.  Ich mache mir bewusst, dass ich diese alten Bedingungen und Muster nicht mehr brauche und sie mir heute oft sogar völlig hinderlich sind. Daraus entwickele ich eine neue, erwachsene Sicht auf die Situationen als Alternative zum alten Verhalten und formuliere sie in einem lösenden Satz.

6.  Ich formuliere eventuell positive Bindungsbedingungen.

7.  1 x machen! Die Angst überwinden und das Muster durchbrechen. Das Unterbewusstsein erkennt, dass es einen besseren, gangbaren Weg gibt.

Bewusst verändern

Die Reihenfolge der Punkte 3, 4, 5 und 6 ist unerheblich. Es kann sein, dass ich ein Verhalten von mir als Ausgangspunkt nehme (also das entstandene Muster) und mir überlege, ob eine bestimmte Situation oder ein wiederkehrendes Verhalten meiner Familie mich dort geprägt haben. Daraus kann ich dann die Bindungsbedingung erkennen und entsprechend den lösenden Satz und, wenn gewünscht, eine positive Bindungsbedingung als Alternative formulieren.

Vielleicht gehe ich auch von einer Schlüsselsituation aus, die mich verletzt hat. Dann ist es wichtig für mich herauszufinden, gegen welche Bedingung ich verstoßen habe und wie diese Situation mein Verhalten verändert hat. Auch hier finde ich dann erst den lösenden Satz mit dem erwachsenen Verhalten, mit dem ich ab jetzt in solchen Situationen reagieren möchte und definiere, wenn nötig, die Bindung neu.

Die dritte Möglichkeit ist, dass mich irgendein Verhalten von mir sehr stört und ich formuliere, wie ich ab jetzt damit umgehen möchte. Auch hier ist es dann notwendig, die Ursache und die Auswirkungen einmal genau zu benennen.

Warum das so wichtig ist und wie Bindungsbedingungen, Muster und lösende Sätze aussehen können, erkläre ich auf den nachfolgenden Seiten…“

(Auszug aus meinem Arbeitsbuch Selbstheilung – wie geht das eigentlich?)

Vermittlung der Technik in meinen Seminaren

In meinen Seminaren vermittele ich die dafür benötigte Technik des Auffindens von Urspüngen und Lösens von Blockaden und ungünstigen Lernerfahrungen. Näheres zu diesen Seminaren finden Sie auf der Seite Vorträge & Seminare, auf denen auch aktuelle Termine aufgeführt sind.

Bis zum Start der neuen Seminarreihe, arbeite ich auch gerne in Einzelsitzungen mit Ihnen an diesem Thema. Rufen Sie mich an oder schicken Sie mir eine E-Mail. In einem unverbindlichen und kostenlosen Vorgespräch klären wir gemeinsam, ob ich der richtige Ansprechpartner für Sie bin.

Angst

Angst ist die Folge von Hilflosigkeit, von Ohnmacht

Wenn ich Angst habe, habe ich immer auch gleichzeitig das Gefühl von eigener Unzulänglichkeit.
Ich schaffe etwas nicht,
ich kann etwas nicht,
ich komme gegen etwas / jemanden nicht an,
ich kann mich auf etwas / jemanden nicht verlassen,
ich darf mich nicht wehren,
ich darf nicht so agieren, wie es der gesunde Menschenverstand gebietet oder es meiner Persönlichkeit entspricht.

Agieren zu können verhindert Angst

Vor Situationen, denen ich mich gewachsen fühle, habe ich normalerweise keine Angst.
Ich darf agieren,
kann Lösungen finden und umsetzen,
es gibt gewisse Regeln, auf die ich mich verlassen kann,
ich kann jemanden um Hilfe bitten und weiß, dass ich sie auch bekomme,
ich bin im Vertrauen darauf, dass am Ende alles gut ist und mit mir achtsam umgegangen wird.

Ursachen finden

Meistens kenne ich den Grund meiner Angst, kann sie auf ein bestimmtes Erlebnis oder ein bestimmtes Verhalten von jemandem zurückführen.  Aber manchmal ist die Angst in einer Situation unangemessen hoch oder mir ist der Grund / der Ursprung der Angst unerklärlich. In den Fällen ist es sinnvoll einmal genauer hinzuschauen.

Warum haben wir Angst

Das Unterbewusstsein versucht mich durch Angst vor Situationen zu bewahren, in denen ich Schaden nehmen könnte. Es schützt mich dadurch praktisch vor mir selbst. Für mein Überleben ist es wichtig körperlich unversehrt zu bleiben und den Anschluss an meine Familie/Stamm/Gruppe/Partner nicht zu verlieren, denn dieser Anschluss alleine versprach in grauer Vorzeit eine gewisse Sicherheit. Deshalb versucht es durch Angst dafür zu sorgen, dass ich die Regeln und hierarchischen Strukturen meiner Familie einhalte (siehe Bindungsbedingungen).

Auf dem Holzweg

Manchmal hat mein Unterbewusstsein diese erlernten Regeln aber auch falsch verstanden oder sie sind in Situationen entstanden, in denen mein Bewusstsein nicht aktiv war. Das kann in der frühen Kindheit gewesen sein, in Narkose oder in einem Rausch- oder Betäubungszustand. Hier wird es für mich sehr schwer den Ursprung der Angst zu finden.

Die Kinesiologie ist in diesem Fall ein gutes Werkzeug, um hier die Ursachen zu ergründen. In einer individuellen Einzelsitzung, die auch per Telefon möglich ist, unterstütze ich Sie gerne im Auffinden dieser Ursachen.

Außerdem vermittele ich in meinen Seminaren eine Technik, mit deren Hilfe das selbständige Aufspüren von Ursachen möglich ist und auch der Weg zur Lösung aufgezeigt wird. Termine zu diesen Seminaren finden Sie hier. Fragen dazu beantworte ich Ihnen gerne per Telefon. Ich freue mich auf Ihren Anruf.