Wie kann die Kinesiologie bei Angst helfen?

Manchmal trügt das Bauchgefühl

Es gibt Situationen im Leben, in denen ich auf mein Bauchgefühl nicht vertrauen kann. Das ist immer dann der Fall, wenn mir Angst den Weg verstellt.
Durch Angst versucht mein Unterbewusstsein mich davor zu bewahren, dass ich mich wirklich oder auch nur vermeintlich in Lebensgefahr bringe. Das ist der einzige Grund für Angst.
Das Unterbewusstsein beurteilt Situationen nach den von ihm auf verschiedensten Ebenen gemachten Lernerfahrungen . Dabei beachtet es nicht den größeren Zusammenhang, passt diese Erfahrungen nicht an neue Gegebenheiten an und verändert sie auch nicht selbstständig, wenn ich erwachsen werde.

Mein Unterbewusstsein passt auf mich auf

Es hat nur in verschiedenen  Situationen bemerkt, dass mein Überleben gefährdet sein könnte und manipuliert mich über Angst. Dadurch versuche ich diese oder ähnliche Situationen zu vermeiden oder greife auf ein bestimmtes Verhalten zurück, bei dem mein Unterbewusstsein mal die Erfahrung gemacht hat, dass es mir in solch einer Situation geholfen hat und ich einigermaßen glimpflich davon gekommen bin.

Das Unterbewusstsein verändert nichts automatisch

Mein Unterbewusstsein macht diesen Job absolut hervorragend und in 98% aller Fälle liegt es mit seiner Einschätzung und seiner Lösungsstrategie goldrichtig. Manchmal verknüpft es aber Erfahrungen mit bereits Gelerntem einfach falsch, manchmal setzt es Faktoren in Bezug, die gar nicht in Bezug stehen oder hält etwas lange für eine wunderbare Lösung, die mich als ohnmächtiges Kind scheinbar vor Schlimmerem bewahrt hat und vor allem: Es korrigiert nichts von alleine, wenn ich älter werde und sich mein Leben und meine eigenen Möglichkeiten erheblich ändern.

Die Ursachen sind der Schlüssel

Dadurch reagieren wir als Erwachsenen immer noch in den Mustern unserer Kindheit. Außerdem ist es durch die manchmal sehr „kreative“ Verknüpfung von Ereignissen schwer die Zusammenhänge und Ursprünge zu finden. Die sind für die Korrektur der Lernerfahrung aber äußerst wichtig und erleichtert sie sehr.

Die Kinesiologie hilft das Verworrene zu ordnen

Hier bietet sich die Kinesiologie als Hilfsmittel an. Mit ihrer Hilfe sind wir in der Lage mit dem Unterbewusstsein zu kommunizieren. Dort liegen alle Lernerfahrungen und dort finden wir auch die Gründe ihrer Entstehung, die Verknüpfungen, die Auswirkungen und auch die Möglichkeit zur Lösung. Meist ergibt sich nämlich durch das Erkennen und Verstehen die Lösung schon von selbst, denn gerade bei übersteigerter Angst oder sogar Panik, liegt oft eine ungünstige Verknüpfung vor oder aber ein Ereignis aus der Baby- oder Kleinkindzeit, an das wir keine konkreten Erinnerungen haben. Auch hier gestattet die Kommunikation mit dem Unterbewusstsein die Gründe für die Angst zu finden und erleichtert damit sie zu korrigieren.

Das mache selbstverständlich nicht ich in Ihrem Unterbewusstsein, sondern Sie selber dadurch, dass Sie Dinge aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten lernen.

In der Einzelsitzung Ursachen finden

Bei der Suche nach Ihren ganz persönlichen Angstauslösern helfe ich Ihnen gerne in einer persönlichen Einzelsitzung, die problemlos auch über Telefon stattfinden kann. So können wir zusammen Ursachen finden, Zusammenhänge erkennen und es kann ein neuer Umgang mit bisher angstbesetzten Situationen entstehen.

Weitere Infos gebe ich Ihnen gerne in einem kostenlosen und unverbindlichen Vorgespräch. Ich freue mich auf Ihren Anruf.

Burnout – ein Minus in der Energiebilanz

Das klassische Burnout-Syndrom ist allgegenwärtig

Die heutige Zeit lässt uns kaum noch zur Ruhe kommen. Muße… in der Sonne zu sitzen und einfach nur die Freude am Leben zu empfinden, ist mächtig aus der Mode gekommen. Das weicht immer mehr der Selbstoptimierung, Effektivität und einem vermeintlich erfüllten Leben. Leider bedeutet „erfüllt“ oft nichts anderes als „vollgepackt“.

Langeweile ist wichtig und manchmal auch schön

Dazu kommt, dass es keine Langeweile mehr gibt. Computer, Handys und Fernseher mit sämtlichen Spiel- und Streamingmöglichkeiten zu jeder Tages- und Nachtzeit, Soziale Netzwerke mit einer Flut von Informationen, die für mich größtenteils völlig unerheblich sind und eine totale Reizüberflutung im Alltag und am Arbeitsplatz, hat uns verlernen lassen, Ruhe auch nur ertragen zu können. Wir werden meist nervös, wenn es einmal ruhig ist und flüchten uns wieder in irgendeine Ablenkung.

Bewertung der Reize ist schwierig

Unser Gehirn ist mit diesem permanenten Beschuss von Reizen völlig überfordert. Das hat immer noch einen Fuß in der Steinzeit und benötigt Ruhephasen, um das Erlebte zu bewerten und entsprechend abzuspeichern. Aber auch das wird ihm heutzutage nicht leicht gemacht. Die Faustregel, dass Situationen in denen Adrenalin freigesetzt wird auch bedeutsam sind und mit entsprechender Priorität abgespeichert werden müssen, gilt schon lange nicht mehr. Wenn wir uns früher schon bei Winnetou im Fernsehen die Fingernägel vor Aufregung abgekaut haben, dann ist das lahmer Kram gegen die neuen Brillen mit deren Hilfe man eine virtuelle „Realität“ erlebt, mit der die echte Realität nicht mithalten kann. Was soll das Gehirn jetzt wo abspeichern? Das tatsächlich Geschehene, was ja eigentlich Nichts ist? Oder die Eindrücke von Stress, Adrenalin, Angst, lebensbedrohlichen Situationen oder aufwühlenden Ereignissen, wie sie ein gut gemachtes Computerspiel oder eine VR-Brille bieten? Das ist etwas, was das Gehirn besonders bei schon frühem Kontakt im Kindes- oder Jugendalter völlig überfordert.

Hurra, wir verblöden!

Das Nichtwichtige erzeugt immens starke Reize, das Wichtige wird immer reizärmer, weil uns immer mehr davon abgenommen und automatisiert wird. In der Bewältigung unseres normalen Alltags gibt es kaum noch Herausforderungen für unser Gehirn. Bevor wir über irgendetwas lange nachdenken müssen und vielleicht eine eigene Lösung finden, recherchieren wir im Internet. Die komplette Organisation wird immer mehr von Maschinen übernommen. Alexa, Siri und Co. übernehmen alles, wofür wir früher unsere Gedanken beisammen halten und unser Hirn mal anstrengen mussten. Auch das Erlernen und Einüben körperlicher oder kognitiver Fähigkeiten erübrigt sich meist, da uns auch hier das Meiste abgenommen wird.

Selber denken macht Spaß

Gerade das ist aber eigentlich etwas, was uns Freude bereitet, Selbstvertrauen bringt, Selbstsicherheit und letztendlich auch Selbstbewusstsein: eigenen Ideen zu haben, Herausforderungen zu meistern, meine eigene Lösung zu finden, die eigenen Kreativität zu leben, mir selbst und meinen Fähigkeiten zu vertrauen. Zu spüren, dass ich etwas kann und damit in der Lage bin schwierige Situationen gut zu meistern, ist etwas, dass mir Freude bereitet… und diese Freude fehlt uns heutzutage viel zu oft, weil es irgendwen oder irgendwas gibt, der uns das abnimmt. Hier liegt auch eine Ursachen für Depressionen.

Freude bringt Energie

Freude ist aber genau das, was mir Energie zurückbringt, was mich für die Mühe und Anstrengung am Ende entschädigt. Das Gefühl „Das habe ICH geschafft und es ist gut geworden!“ das fehlt viel zu oft. Und wenn das fehlt, dann ist die „Belohnung“ am Ende weg und meine Tätigkeit kostet mich nur noch Energie.

Die Freude ist das, was aus dem Hamsterrad ein erfülltes Leben macht

Und genau um diese Energie geht es (unter anderem) beim Burnout. Wenn die Energie, die ich in etwas stecke, permanent größer ist, als die Energie, die ich am Ende heraus bekomme, dann lande ich mit Sicherheit im Burnout. Denn das Burnout ist nichts anderes als ein Minus in meiner Energiebilanz.

Seminar zum Thema „Raus aus Burnout & Überforderung“

Diesen und noch andere Aspekte beleuchte ich unter anderem in meinem Seminar zum Themenschwerpunkt „Burnout & Überforderung“. Nach einem eher theoretischen Teil, in dem ich Grundsätzliches dazu erkläre, warum und wie wir ins Burnout rutschen können, wo und wann oftmals die Weichen dafür gestellt wurden und wie wir prinzipiell den Weg hinausfinden können, wird es im zweiten Teil praktischer. Wir beleuchten in der Gruppe einzelne Lebensbereiche jedes Teilnehmers und finden die Situationen und Tätigkeiten, die ihn übermäßig Energie kosten, aber auch die, die ihm Freude machen und damit Energie bringen. Durch das Verstehen der Zusammenhänge geht man dann meist schon anders mit diesen Situationen um und ist in der Lage etwas zu verändern.

Außerdem unterstütze ich Sie gerne auf Ihrem persönlichen Weg durch eine Einzelsitzung, in der wir Ihre ganz individuelle Situation beleuchten und nach Ursachen, Zusammenhängen und Lösungen suchen.

Unterbewusstsein und Zwänge

Ein Ort der Bilder und Gefühle

Lange bevor wir unsere Erinnerungen auch im Bewusstsein speichern können, nimmt unser Unterbewusstsein alle Sinneseindrücke und Erfahrungen auf. Schon im Mutterleib speichert es die Gefühle, die die Mutter dem Embryo entgegenbringt und schon hier zieht es aus diesen seine Schlüsse. So spürt das Kind schon genau, ob es willkommen ist und geliebt wird oder eher unerwünscht und abgelehnt.

Das Unterbewusstsein speichert immer

Auch die Ereignisse der ersten Lebensjahre, in denen ich als Kind der Sprache noch nicht mächtig bin und sie deshalb auch noch nicht zur Speicherung von Informationen nutzen kann, sind alle im Unterbewusstsein abgelegt. Ebenso Phasen in denen mein Bewusstsein beeinträchtigt ist, z.B. durch Narkosen, KO-Tropfen, Rauschzustände oder Ohnmacht, auch traumatische Erlebnisse, die mein Bewusstsein verdrängt hat und Situationen, die einfach so lange her sind, dass ich mich nicht mehr an sie erinnern kann.

Wie speichert es ohne Worte?

Das Unterbewusstsein speichert seine Empfindungen in Gefühlen, Tönen, Gerüchen und vor allem in Bildern. Es verknüpft die Erinnerung an eine bestimmte Situation mit den Gefühlen, die ich in dieser Situation empfunden habe. Daraus zieht es dann Schlüsse und gibt mir entsprechende Handlungsempfehlung für ähnliche Situationen. Komme ich in eine ähnliche Situation oder gibt es auch nur ähnliche Schlüsselreize, kommen die Gefühle der unangenehmen Situation wieder hoch. So erklärt sich, warum ich manchmal nur einen Gegenstand sehe und in mir z.B. ein Gefühl von Ekel, Ablehnung, Freude, Erregung oder auch Angst hochsteigt. Das funktioniert eben auch, wenn ich mich bewusst nicht mehr an die Situation erinnern kann, weil ich zu klein war, mein Bewusstsein beeinträchtigt war oder das Erlebte verdrängt habe.

Das Unterbewusstsein kennt den Weg zur Lösung

Deshalb liegt im Unterbewusstsein auch der Schlüssel zur Lösung von Zwangshandlungen und Zwangsunterlassungen. Es ist relevant die Ursprungssituation zu finden, dem Bewusstsein die Möglichkeit zu geben die Zusammenhänge zu verstehen und neu zu bewerten, damit es die gemachte Lernerfahrung revidieren kann.

Unterstützung durch Einzelsitzungen und Seminare

In meinen Einzelsitzungen unterstütze ich meine Klienten dabei die Ursachen für Zwangshandlungen und Zwangsunterlassungen, aber auch für andere Gefühle und Ungereimtheiten zu finden.

Darüber hinaus sind ab Frühjahr 2019 Seminare auch zu diesem Thema geplant.

 

Seminare

Ursachen finden – Zusammenhänge verstehen – Probleme lösen

In meiner neu gestarteten Seminarreihe vermittele ich eine für den Klienten gangbare Technik, um den Weg aus den belastenden Mustern und problematischen Situationen zu finden. Um den Teilnehmern den größtmöglichen Nutzen zu bieten, habe ich verschiedene Themenschwerpunkte erarbeitet.

Schwerpunkt: Burnout & Überforderung

Nach einem eher theoretischen Teil, in dem ich Grundsätzliches dazu erkläre, warum und wie wir ins Burnout rutschen können, wo und wann oftmals die Weichen dafür gestellt wurden und wie wir prinzipiell den Weg hinausfinden können, wird es im zweiten Teil praktischer. Wir beleuchten in der Gruppe einzelne Lebensbereiche jedes Teilnehmers und finden die Situationen und Tätigkeiten, die ihn übermäßig Energie kosten, aber auch die, die ihm Freude machen und damit Energie bringen. Durch das Verstehen der Zusammenhänge geht man dann meist schon anders mit diesen Situationen um und ist in der Lage etwas zu verändern. So individuell jeder Weg in ein Burnout ist, genauso individuell gestaltet sich auch jeder Weg heraus.

Schwerpunkt: Angst & Panik

Auch hier beginnen wir mit einem eher theoretischen Teil, in dem ich Grundsätzliches zur Funktion von Angst erzähle und warum sie manchmal für uns so unverständlich und kaum nachvollziehbar sein kann.  Außerdem sprechen wir darüber, wann und wo Ängste angelegt werden und wann aus Angst Panik wird.

Im zweiten Teil des Seminars besehen wir uns die konkreten Situationen der Teilnehmer. Dabei versuchen wir ganz individuell für jeden Einzelnen in der Gruppe Angstauslöser zu ergründen. Durch dieses Erkennen und Verstehen der Zusammenhänge ist es möglich einen neuen Umgang mit diesen angstauslösenden Situationen zu finden.  Daraus ergibt sich dann auch bei diesem Seminar der ganz individuelle Weg für jeden Teilnehmer, um Angst und Panik hinter sich zu lassen.

Weitere Schwerpunkte in Vorbereitung

Seminare zu den Themen „Depressionen“, „Missbrauch“, „Zwangshandlungen und Zwangsunterlassungen“ sind in Vorbereitung und werden Anfang 2019 starten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Vorträge & Seminare. 

Burnout

Strampeln bis zum Umfallen

Wie kann es passieren, dass ich arbeite, bis gefühlt nichts mehr von mir übrig ist. Wieso verliere ich jegliches Gefühl für die Grenzen meiner Kraft, meiner Belastbarkeit, meiner Nerven und den Punkt an dem ich „Nein“ sagen müsste? Warum merke ich manchmal jahrelang noch nicht einmal, dass ich viel mehr mache, als gut für mich ist?

Bei jedem ist es etwas anders

Die Ursachen dafür liegen, wie so oft, meist in meiner Kindheit und sind sehr individuell. Sie sind mein ganz persönlicher Mix aus Lernerfahrungen, Bindungsbedingungen und daraus entstandenen Verhaltensmustern und sollten sinnvollerweise auch genauso individuell aufgearbeitet werden.

Mein Unterbewusstsein passt einfach nur auf mich auf

Es ist meine Aufgabe für mich zu sorgen, die Balance aus Anspannung und Entspannung zu halten und darauf zu achten, dass es mir gut geht. Missachte ich diese Aufgabe über Jahre, grätscht mir mein Unterbewusstsein irgendwann dazwischen und verordnet mir das, was ich mir selbst nicht gebe: Ruhe!

Aufarbeitung ist Ursachenforschung

Nur dann, wenn ich mir die Zusammenhänge ganz bewusst mache, die Ursprünge genau erkenne und mein Verhalten dem entsprechend verändere, habe ich die Chance eine für mich sinnvolle Umwälzung zu bewirken. Ansonsten wird mein Unterbewusstsein jedes mal, wenn ich wieder versuche zu arbeiten, erschrocken aufheulen und sagen:“Nein! Nicht wieder in die Tretmühle! Ich will das nicht mehr, ich kann das nicht mehr, ich ziehe die Bremse!“ Das gebrannte Kind scheut bekanntlich das Feuer.

Ohne Ursachenforschung keine Aufarbeitung

Wann habe ich in meiner Familie Aufmerksamkeit oder Anerkennung bekommen? Durfte ich als Kind auch mal „Nein“ sagen, wenn mir etwas zu viel wurde? Gab es in meiner Familie eine klare Erwartungshaltung, dass alle Aufgaben erfüllt werden mussten, die an einen gestellt wurden? Wie lautet meine „Daseinsberechtigung“? Wann meine ich ein wertvoller Teil der Familie oder Gruppe zu sein? Waren meine Eltern dominant und es wurde immer getan, was sie gesagt haben? Gab es Raum für meine Gefühle, Wünsche oder Meinungen oder musste ich die meist verdrängen? Wie stehe ich zu meinem „Bauchgefühl“? Wie sieht mein Rollenbild eines „richtigen“ Mannes oder einer „richtigen“ Frau aus?
Diese und viele weitere Fragen, können mir bei der Suche nach den Ursachen behilflich sein und ihre Beantwortung bringt genau da Licht ins Dunkle, wo ich es brauche, um einen neuen Weg zu sehen.

Egal ob präventiv oder akut

Wie bei allen anderen Themen, bei denen ich mir eine Veränderung in meinem Leben wünsche, ist es auch beim Burnout so, dass ich mir über möglichst viele Ursachen, Verhaltensmustern und Bindungsbedingungen klar werden sollte, und das möglichst auch schon präventiv, wenn die Freude beginnt aus meinem Leben zu verschwinden. Einen weiteren wichtigen Aspekt habe ich außerdem noch in meinem Beitrag: Burnout – ein Minus in der Energiebilanz aufgeführt.

Seminar zum Erlernen der Grundlagen der Bindungsbedingungen

Deshalb erkläre ich ab Oktober in meiner Seminarreihe  „Ursachen finden – Zusammenhänge erkennen – Probleme lösen“ Schwerpunktthema Leben ohne Burnout & Überforderung diese Bindungsbedingungen und Verhaltensmuster. Außerdem erkläre ich grundsätzliches zur Entstehung und den Gründen eines Burnouts. Im zweiten Teil des Seminars suchen wir bei jedem Teilnehmer die Bereiche seines Lebens, die ihn übermäßig Kraft kosten und die, die ihm Kraft geben und ergründen warum. Durch das Verstehen der Zusammenhänge, ergibt sich dann schon eine veränderte Einstellung zu diesen Situationen und damit auch eine Möglichkeit der Lösung.

 

Aus dem Diffusen des Un(ter)bewussten wieder ins Bewusste

Auszug aus meinem Buch
„Selbstheilung – wie geht das eigentlich?“

„Mein Unterbewusstsein formuliert aus seinen Lernerfahrungen die entsprechenden Bindungsbedingungen. Dabei vereinfacht es. Die ursprüngliche Situation der Lernerfahrung ist für mich nicht mehr wirklich relevant.
4+6=10
Das weiß ich, ohne mich noch an die konkrete Schulstunde erinnern zu können, in der ich das gelernt habe. Und mal ehrlich: Manche Schulstunde war ja auch so scheußlich, dass ich mich am liebsten gar nicht mehr an sie erinnere.

Das alte Gespenst in der Ecke

Was ich daraus gelernt habe, ist für mich wichtig. Der Ursprung und die damaligen Bewertungskriterien, warum ich das so eingeschätzt habe (z.B. gefährlich oder ungefährlich), liegen im Diffusen. Man kann sich dieses Diffuse vorstellen, wie eine dunkle Ecke im Raum, aus der ein merkwürdiges Geräusch kommt. Solange ich nicht weiß, was in der Ecke los ist, macht mir dieses Geräusch Angst. Mache ich einmal das Licht an, sehe ich, dass sich die leere, zusammengeknüllte Chipstüte langsam wieder entrollt. Als Kind habe ich das nicht verstanden und Gespenster dafür verantwortlich gemacht. Als Erwachsener kenne ich das Verhalten von Folien, mache das Licht wieder aus und kann beruhigt schlafen.

Leben nach alten Lernerfahrungen

Dieses Lernen  aus Erfahrungen ist eigentlich für Stresssituationen gedacht, in denen es schnell gehen muss. Die ursprüngliche Lernerfahrung ist in diesem Augenblick egal, es zählt nur, was ich aus ihr gelernt habe.
Mein Unterbewusstsein arbeitet dabei nach vielfach bewährtem Schema:

Lernen => Resümee daraus ziehen => Resümee speichern => nur noch nach dem Resümee leben.

Um das alte Resümee, also das für mich heute ungünstig angelegte Verhaltensmuster, verändern zu können, gibt es sicherlich verschiedene Wege. Der Weg, den ich hier vorschlagen möchte, ist, mir die alten Lernerfahrungen aus dem Diffusen wieder ins Bewusste zu holen…“

Ich bin jetzt erwachsen und kein Kind mehr

Ich überprüfe, ob die Kriterien, unter denen ich damals die Situation  beurteilt habe, auch heute noch gelten. Bin ich immer noch ohnmächtig? Muss ich immer noch tun, was mein Gegenüber von mir verlangt? Bin ich immer noch abhängig? Flößt mir mein Gegenüber oder diese Umgebung / Gegebenheit wirklich immer noch Angst ein?

Durch die Neubewertung der Situation gebe ich meinem Unterbewusstsein die Möglichkeit zu einem neuen Verhalten in ähnlichen Situationen zu kommen, besonders wenn ich dieses neue Verhalten ganz bewusst formuliere.

Wie das gehen kann, erkläre ich näher in meinem Buch und in meinen Seminaren.

 

Selbstvertrauen – ein gutes Mittel gegen Depressionen

Die Weichen können schon im Kindesalter gestellt werden

Wenn ich mich als junger Mensch entwickele ist es wichtig, dass ich meiner Familie oder irgendjemandem, der unverbrüchlich hinter mir steht, voll und ganz vertraue. Aus diesem Vertrauen heraus, dass es zu jeder Zeit und in jeder Situation jemanden gibt, der mich unterstützt und mir zur Not aus jedem Schlamassel heraus hilft, gewinne ich den Mut meinen Weg im Leben zu gehen, mich auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln.

Durch diese Erfahrungen lerne ich mich kennen, kann mich und meine Fähigkeiten einschätzen und gewinne damit das Selbstvertrauen und die Stärke mein Leben selbst zu meistern.

Wenn ich mir alles Wichtige selber geben kann, kann niemand Bedingungen an mich stellen

Ich muss mir dieser Unterstützung von jemandem ganz sicher sein, damit ich es wage ohne Angst ins Leben zu gehen und mich schließlich ganz unabhängig auf meine eigenen Füße zu stellen. Aus diesem Umstand heraus, kann ich dann in einer Beziehung echte, bedingungslose Liebe leben.

Es ist wichtig, dass ich mir selber alles geben kann, was ich brauche oder jemanden habe, unabhängig  von meinem Partner, der mich zur Not in allem unterstützt. So kann zwischen zwei Menschen eine Beziehung entstehen, die nicht durch Abhängigkeiten geprägt ist, durch die Angst den anderen zu verlieren oder im Leben nicht mehr alleine zurecht zu kommen. Denn durch diese Angst verbiege ich mich.

Der Partner sollte das Sahnehäubchen auf meinem Leben sein.

Manchmal auf Biegen und Brechen, auch wenn es nicht gut tut

Ich versuche es dem anderen recht zu machen oder fordere ein bestimmtes Verhalten von ihm ein, damit die Beziehung auf „Biegen und Brechen“ (manchmal im wahrsten Sinne des Wortes) bestehen bleibt.

Nicht ich stehe in meinem Fokus und erst in zweiter Linie mein Partner und die Beziehung zu ihm, sondern mein Partner und die Bedingungen, die erfüllt werden müssen, um die Beziehung zu erhalten.

Durch diesen Umstand lebe ich nicht das, was ich leben möchte. Ich verbiege mich für die Beziehung aus der Angst heraus, alleine nicht zurecht zu kommen. Das ist eine weitere Möglichkeit in eine Depression zu rutschen.

Keine Garantie – aber deutlich wahrscheinlicher

Selbstvertrauen erhöht die Chance darauf einen Partner zu finden, der mich so nimmt, wie ich bin. Und wenn ich den Mut habe mich so zu zeigen, wie ich bin und mich mit allem zu leben, was mir wichtig ist und Freude macht, haben es Depressionen deutlich schwerer in meinem Leben Fuß zu fassen.

Ich helfe Ihnen gerne auf Ihrem Weg den Ursachen und Lösungen bei einer Depression auf die Spur zu kommen. Sprechen Sie mich an, ich freue mich auf Ihre E-Mail oder Ihren Anruf.

Depressionen

Depressionen können viele Ursachen haben

Ich möchte hier einige mögliche Ursachen kurz vorstellen, wobei die Liste nicht vollständig sein kann. Bei jedem führt die Zusammensetzung dieser und noch anderer Faktoren zu seiner ganz individuellen Mischung, die genauso individuell aufgearbeitet werden sollte.

Aus Freude entsteht Energie

Auch Depressionen haben meiner Ansicht nach etwas mit Energie zu tun. Die meisten Tätigkeiten in meinem Leben sollten mir Freude machen und mich dadurch mit positiver Energie versorgen. Es sollten wirklich die Dinge sein, die mir entsprechen und ich sollte sie in der Form tun, wie ich mich damit wohl fühle. Erfülle ich die Erwartungshaltung oder Anforderung, die andere an mich stellen und gebe diesen einen höheren Stellenwert, als das, was ich selber machen möchte, gibt es nicht genug Möglichkeiten für mich Energie zu tanken.

Das Leben ist auch ein bisschen Physik

Ich kann einen guten Job haben mit dem ich viel Geld verdiene. Wenn das aber der Berufswunsch meiner Eltern für mich war oder ich ihn nur gewählt habe, damit ich viel Geld verdiene und in der Gesellschaft anerkannt bin, dann wird er mir wahrscheinlich nicht genug Freude bereiten, um Energie und Zufriedenheit daraus zu ziehen. Stattdessen muss ich noch jeden Tag Energie hinein investieren und da lande ich bei einem 8 oder 9 Stundentag schon rein rechnerisch schnell im Minus. Das Leben ist mehr Physik als man denkt.

Die Fassade kostet Kraft

Wenn ich mich in meiner Jugend sehr anpassen musste und nicht akzeptiert wurde mit meinen Interessen und meiner Persönlichkeit, auch dann ist die Gefahr groß in eine Depression zu rutschen. Die Fassade, die ich dann gelernt habe zu leben, entspricht mir nicht. Sie kostet mich nur noch zusätzlich Kraft und sie zu leben macht mir keine Freude. Ich erfülle nur die Erwartungshaltung, von der ich glaube, dass sie an mich gestellt wird, weil ich es in meiner Kindheit so gelernt habe. Meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse sind dahinter zurückgedrängt, aber nur sie könnten mir Freude und damit Energie bringen.

Meine Vorstellungen entsprechen nicht immer meinen Wünschen

Selbst wenn mein Leben so ist, wie ich es mir vorstelle, heißt das noch lange nicht, dass es auch so ist, wie ich es mir wünsche. Habe ich in meiner Kindheit bestimmte Erwartungshaltungen z.B. meiner Familie übernommen und mir erst einmal zu eigen gemacht, kann es passieren, dass ich irgendwann in meinem Leben an den Punkt komme, dass ich spüre etwas verändern zu müssen. Je nach Lernerfahrungen in meiner Kindheit kann es jetzt sein, dass ich mein ganzes Leben umkremple und vielleicht den Job wechsel, mich scheiden lasse, umziehe oder sonst mein Leben irgendwie verändere, sodass es mir mehr entspricht.

Erziehung stutzt manchmal die Flügel, die ich brauche

Es kann aber auch sein, dass ich in meiner Kindheit die Erfahrung gemacht habe, dass ich nichts einfach nach meinen Wünschen verändern durfte. Meine Wünsche wurden als Spinnerei abgetan, mir wurde eingebläut „Das Leben ist kein Ponyhof, da kann man sich nichts aussuchen, da muss man durch!“ oder mir ist vermittelt worden, dass das, was ich kann oder machen möchte nichts wert ist und man damit kein Geld verdienen kann.

Depression durch übertretene Bindungsbedingungen

In diesen und sicherlich noch vielen weiteren Möglichkeiten des anerzogenen Nichtlebens meiner Persönlichkeit, wird mein Unterbewusstsein versuchen mich davon abzubringen das zu tun, was ich mir wünsche und mir Freude macht. Es hat gelernt, dass es aus verschiedenen Gründen nicht gut für mich ist, das zu tun. Ich versuche damit also Bindungsbedingungen zu übertreten. Mein Unterbewusstsein wird mich durch Stress, Angst, Panik, vielleicht eine Depression oder auch verschiedene Formen von Sucht versuchen davon abzuhalten.

Kreislauf des Verdrängens

Ich nenne das den „Kreislauf des Verdrängens“ und habe ihn in meinem Buch „Selbstheilung – wie geht das eigentlich?“ genauer beschrieben. Der Ausweg daraus führt über das Finden und Korrigieren der alten Bindungsbedingungen und natürlich der Veränderung des Lebens hin zu mehr Freude durch das Leben meiner eigenen Persönlichkeit ohne Angst.

Körperliche Komponenten

Manchmal können körperliche Komponenten wie Vitaminmangel, Hormonstörungen oder andere Dinge eine kleine Unzufriedenheit sehr verstärken. Deshalb ist es sinnvoll, wie bei den meisten Erkrankungen, sowohl auf der physischen, als auch auf der psychischen Ebene zu schauen.

Viele Faktoren, aber welcher ist relevant?

Bei der Suche nach den Faktoren, die speziell für Ihre Depression relevant sind, bin ich Ihnen gerne in einer Einzelsitzung behilflich. Das ist auch per Telefon möglich. Außerdem vermittele ich in meinen Seminaren eine Technik, mit deren Hilfe die Seminarteilnehmer die Möglichkeit bekommen selbständig die Ursprünge für ihre Depressionen zu lokalisieren.

Was ist geistiges Heilen?

Alles funktioniert über Energie

Alle Menschen, Tiere und Pflanzen stehen mehr oder weniger im energetischen Austausch miteinander. Das merken wir daran, dass uns Manche gut tun, wir uns gestärkt und bereichert fühlen im Umgang mit ihnen und Manche uns eher Energie kosten, uns müde und antriebslos machen. Das Gleiche gilt für Tätigkeiten. Tätigkeiten, die wir nicht machen möchten oder die uns einfach nicht liegen, kosten Kraft. Wenn sie uns aber Spaß machen, uns gerade im rechten Maß herausfordern, dann geben sie uns Energie.

Blockaden

Je mehr wir den Mut haben unsere eigene Energie fließen zu lassen (also wir selbst zu sein mit unserer ganzen Persönlichkeit), desto bereichernder kann der Kontakt mit einer Person oder die Tätigkeit sein.
Haben wir vor jemandem oder etwas Angst, dann blockieren wir unseren Energiefluss aus verschiedenen Gründen. Das sind dann die vielzitierten „Blockaden“, die man mit den unterschiedlichsten Methoden versucht wieder aufzulösen. Gelingt uns das, dann merken wir das daran, dass wir wieder mehr Kraft, Elan und Freude haben…also mehr Energie.

Körperliche Ebene

Unsere körperliche Energie können wir durch „körperliche Dinge“ beeinflussen: wir nehmen Nahrung und Flüssigkeit zu uns, wir sorgen gut für unseren Körper indem wir ihn trainieren, pflegen und darauf achten, dass wir ihn physisch nicht beschädigen. Wenn das passiert, gehen wir zum Arzt, Physio- oder sonstigem Therapeuten und lassen uns von ihm beim Heilungsprozess unseres Körpers unterstützen. Der Körper erholt sich dann leichter, schneller und gründlicher.

Geistige Ebene

Unsere mentale Energie können wir durch „mentale Dinge“ beeinflussen: wir versuchen uns nach stressigen Phasen bewusst zu entspannen, indem wir uns mit schönen Dingen oder netten Leuten beschäftigen, wir wissen, dass man nicht schlecht über andere Leute reden sollte und wir wünschen uns Glück und manchmal auch die Pest an den Hals. Wir versuchen uns auch mental keinen Belastungen auszusetzen, die uns psychisch belasten könnten. Wenn das aber doch passiert ist, durch das Erleben eines Unglücks oder wenn wir merken, dass wir uns an irgendeiner Stelle nicht wohl fühlen mit unserem Verhalten, dann gehen wir zu einem Arzt oder sonstigen Therapeuten, der uns beim Heilungsprozess behilflich ist. Und das geschieht dann überwiegend auf der geistigen Ebene, durch Gespräche, Überlegungen und sonstige Auseinandersetzung mit dem Thema auf gedanklicher Ebene. Der Geist erholt sich dann leichter, schneller und gründlicher.

Energiearbeit

Suchen wir uns jemanden, der zu diesem geistigen Heilen auch Energiearbeit anbietet, so ist das jemand, der mir auf geistiger Ebene dabei hilft, dass sich zum Beispiel Blockaden leichter, schneller und komplett auflösen, ein ganzer Prozess vielleicht überhaupt erst in Gang kommt oder bei der Beteiligung noch anderer Personen (z.B. Familiensystem) hilft, Licht ins Dunkle zu bringen. Durch seine Ausbildung, seine Erfahrung und nicht zuletzt durch die Auseinandersetzung mit seinen eigenen Themen weiß so jemand, in welcher Form er auf der geistigen Ebene unterstützen und die Energie wieder zum Fließen bringen kann.

Hilfe beim Finden des Weges

Er kann nur bei den Themen unterstützen, mit denen sich der Klient wirklich auseinandersetzen möchte und wo der Klient wirklich etwas verändern will. Heilung passiert niemals von außen nach innen, sondern immer von innen nach außen. Man begleitet den Klienten ein Stück auf seinem Weg, kommt als Lotse für eine kurze Weile an Bord, aber der Klient bleibt immer Kapitän auf seinem Schiff und bestimmt das Ziel. Der Lotse kann nur beim Finden des Weges helfen.

Leichter, schneller und zielgerichteter

Genau wie bei der körperlichen Heilung würde auch der Geist sich bei einer intensiven Auseinandersetzung mit einem Problem irgendwann allein erholen. Aber genau wie beim Körper macht es die Unterstützung durch jemanden, der sich auskennt leichter, schneller und zielgerichteter und oftmals sind wir froh überhaupt erst mal die Ursache mit jemandem zusammen zu lokalisieren.

Diese Unterstützung biete ich Ihnen in meinen Einzelsitzungen an. Ich freue mich, wenn Sie mich für ein unverbindliches Informationsgespräch anrufen.

Energiefluss in Beziehungen

Beziehungen funktionieren über Resonanzen

Wie Vieles im Leben funktionieren alle Arten von Beziehung über Resonanzen. Meine Bindungsbedingung „Ich darf nur zur Familie (Gruppe/Partner) gehören, wenn ich immer helfe.“ passt vielleicht perfekt zu der Bindungsbedingung meines Gegenübers „Ich muss möglichst hilflos sein und andere für mich sorgen lassen, um zur Familie gehören zu dürfen.“.

In Resonanz könnten auch zwei Menschen miteinander treten, von denen der eine verinnerlicht hat:“Ich muss mir alles gefallen lassen, damit ich dazu gehören darf.“ und der andere:“Wenn ich dazu gehören will, dann darf ich mir nichts gefallen lassen.“ Der Volksmund sagt nicht umsonst „Ungleich zieht sich an“.

Genauso behauptet er aber auch „Gleich und gleich gesellt sich gern“ und hat auch damit oftmals recht. Die Resonanz geht dann eventuell in die Richtung einer „standesgemäßen“ Partnerschaft oder gemeinsamer Vorlieben.

Sich bestärken und ergänzen

Die dritte und wahrscheinlich schönste Möglichkeit der Resonanz ist bei Menschen zu finden, die deshalb gerne zusammen sind, weil sie sich gegenseitig unterstützen. Jeder lebt sein Leben mit seinen Wünschen, Vorlieben und Stärken und trägt das, was er kann und möchte zu der Beziehung bei. Beide bzw. alle können sich darauf verlassen vom anderen bei den eigenen Projekten bestärkt zu werden und man ergänzt sich im Idealfall dabei auf wunderbare Weise. Das sind Beziehungen, die nicht einengen oder Entwicklung behindern, sondern die ermutigen, bereichern, Erstaunliches schaffen und oftmals auch von außen sehr positiv
wahrgenommen werden.

Diese Beziehungs- bzw. Resonanzmodelle existieren natürlich nie in Reinform, sondern sind meist Mischungen aus allen drei Formen mit veränderlichen Anteilen.

Worin liegt der Unterschied?

Agiere ich selbst überwiegend noch aus alten, erlernten, mich einschränkenden Verhaltensmustern heraus, dann lebe ich meine eigenen Stärken noch nicht optimal und werde mir einen Partner suchen, bei dem das noch genauso ist. Wir versuchen jemanden zu finden, der nach passenden Bindungsbedingungen lebt, wie ich sie selbst erlernt habe. Machtbedürfnis wird auf Ohnmacht treffen, Helfersyndrom auf Unselbstständigkeit, Verantwortungsübernahme auf Hilflosigkeit usw. Man verzahnt sich überwiegend über seine „Baustellen“.

Auf energetischer Ebene traue ich mich im Zusammenhang mit diesen Themenbereichen nicht das zu tun, was ich gerne möchte und lasse damit meine eigene Energie nicht fließen („Eigentlich würde ich gerne darauf achten, dass es erst einmal mir gut geht, damit ich Kraft habe auch dafür zu sorgen, dass es auch dir gut geht – aber meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass ich dann auf Ablehnung stoße.“). Stattdessen versuche ich den erlernten Mustern zu entsprechen, darüber die Beziehung zu halten und über eine möglichst positive Reaktion des anderen auf mein Tun, seine energetische Öffnung zu erreichen und damit Energie von ihm zu bekommen.
Hört sich kompliziert an, ist aber alltäglich:
Mein Gegenüber erwartet von mir, dass ich etwas Bestimmtes tue,
ich tue das,
mein Gegenüber freut sich darüber und
lobt mich.
Ein aufrichtiges Lob tut deshalb so gut, weil in dem Augenblick Energie fließt.

Das zu tun, was ich selber möchte, was meiner Persönlichkeit entspricht und mir Freude bereitet, würde meine eigene Energie zum fließen bringen und mir eine „energetische Unabhängigkeit“ bescheren. Ich wäre dann unabhängig von der positiven Rückmeldung meines Gegenübers. Dazu brauche ich aber den Mut, mir und meinen Fähigkeiten und nicht zuletzt auch dem Leben zu vertrauen, dass ich in der Lage bin, zur Not auch alleine zu überleben, bzw. andere Menschen zu finden, die mich so mögen und annehmen, wie ich bin – ohne meine Fassade aus anerzogenen Verhaltensmustern. Diesen Mut zu finden ist, je nachdem wie ich geprägt wurde, manchmal ganz schön schwierig…aber immer machbar.

Gleich und gleich gesellt sich gern

Das zweite Resonanzmodel ist relativ unaufregend: du erfüllst meine Erwartung, ich gebe dir Energie, ich erfülle deine Erwartung, du gibst mir Energie. Ich benötige die „Schwäche“ des anderen nicht, um eine eigene Daseinsberechtigung zu haben, lebe meine Stärken aber auch noch nicht optimal und suche immer noch die Bestätigung meines Tuns in der Reaktion des anderen.

Macht sich in den Beziehungen des ersten oder zweiten Modells einer alleine auf den Weg, steigt aus diesen alten Mustern und seinen Ängsten aus und lebt seine Persönlichkeit immer mehr, während der andere im alten Verhalten verharrt, wird diese Beziehung früher oder später auseinander gehen. Die Resonanzen passen einfach nicht mehr.

Es muss ausgeglichen sein

Wenn ich nicht mehr ohnmächtig bin, lasse ich nicht mehr zu, dass jemand Macht über mich hat und wenn ich mir selbst vertraue etwas zu schaffen, dann bin ich nicht mehr auf die permanente Hilfe des anderen angewiesen.
Ich bin energetisch nicht mehr vom anderen abhängig, sondern kann meine eigene Energie fließen lassen und von ihr zehren, weil ich das tue, was mir Freude macht und mir entspricht. Diese Energie ist, sagen wir mal, „höherwertig“, wie alles, was wir mit Freude und Liebe tun.
Ich bin dann in meiner „Stärke“ und gebe diese „höherwertige“ Energie in die Beziehung hinein. Mein Gegenüber sitzt aber immer noch in seiner „Schwäche“ und versucht über Abhängigkeiten und Ängste Energie zu bekommen. (Ängste drücken sich übrigens auch über aggressives, machtgieriges oder überhebliches Verahlten aus.)
Damit ist die Beziehung schon rein rechnerisch aus der Balance. Der eine gibt mehr hinein und bekommt weniger heraus, als der andere. Das geht auf Dauer nicht gut.

Wir können uns von unserem Gegenüber angezogen fühlen, weil unsere „Schwächen“ in Resonanz gehen oder weil unsere „Stärken“ miteinander harmonieren, wie es beim dritten Beziehungsmodell der Fall ist. Jeder lässt seine Energie frei fließen und lebt seine Persönlichkeit ohne Angst aus. Beide unterstützen sich nach Kräften, mehren dadurch die Freude noch und geben beide gleichwertige Energie in die Beziehung hinein.

Man beschenkt und wird beschenkt…freiwillig und bedingungslos…und dann ist es Liebe.